64 Meter über dem Bahnhof

22-geschossiges Wohnhochhaus in Lichtenberg geplant.

Die Howoge hat jetzt den Zuschlag für den Bau des „Q218“, eines 64 Meter hohen Wohnhochhauses mit mehr als 390 Mietwohnungen an der Frankfurter Allee 218 an den Baukonzern PORR erteilt. Mit dem „Q218“ wird der derzeit höchste Neubau einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft mit einem Anteil von 50 Prozent gefördertem Wohnraum entstehen. Auch das Tempo der Auftragserteilung ist für ein öffentliches Vergabeverfahren beachtlich: Nur fünf Wochen nach dem abschließendem Jury-Termin wurde der Zuschlag erteilt. Konkret vereinbart wurden bislang die Planungsleistungen sowie ein erstes Konzept auf Basis von Mindestanforderungen. Festgelegt ist allerdings die Obergrenze der Kosten.

Der aktuelle Entwurf von PORR sieht den Bau des Wohnhochhauses als 22-geschossigen Solitär auf dem 4.600 Quadratmeter großen Grundstück vor. Es werden rund 22.000 Quadratmeter Wohnraum geschaffen, davon rund 2.000 Quadratmeter Sonderwohnen für betreutes Wohnen, Studentenwohnen oder Coworking Spaces. Mehr als drei Viertel der Wohnungen werden Ein- und Zwei-Raum-Wohnungen zwischen 35 und 54 Quadratmeter sein. Städtebaulich herausfordernd sind die Lage, der Zuschnitt und die Topografie des Grundstücks, das sich direkt am S-Bahnhof Lichtenberg befindet.

„Mit dem Abschluss der ersten Innovationspartnerschaft im sozial verpflichteten und städtischen Wohnungsbau gehen wir bewusst neue Wege, um auch in Zukunft kostengünstigen, flächeneffizienten Wohnraum in hoher entwurflicher Qualität realisieren zu können“, kommentiert Howoge-Geschäftsführerin Stefanie Frensch den aktuellen Sachstand. Der partnerschaftliche Ansatz setze bei allen Beteiligten eine hohe Disziplin und großes Vertrauen voraus, könne aber in Zeiten knapper Grundstücke und steigender Baukosten zukunftsweisend sein, so Frensch.

„Wir freuen uns auf die Herausforderung und sind gespannt auf die neuartige Partnerschaft mit der Howoge. Mit Stolz erfüllt uns auch das eindeutige Votum der Jury, die die architektonische Qualität unseres Entwurfs gewürdigt hat“, freut sich Marko Lehman, Leiter der PORR-Niederlassung. Nur so könne es gelingen, auf einem so schwierig gelegenen Grundstück nachhaltigen und innovativen Wohnraum zu schaffen. Für das Neubauprojekt liegt ein positiver Bauvorbescheid des Bezirksamtes vor. Mit dem Bau könnte nach Abschluss der Planungen und der Erteilung der Baugenehmigung schon im Jahr 2019 begonnen werden.

Datum: 4. Dezember 2018,Text: Red, Bild: Q218/ Prof. Dr. Jäger

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