Zeitenwende bei Bus und Bahn

Fahrplanwechsel sorgt berlinweit für neue Verkehrsverbindungen.

Im Fahrplanjahr 2019 wird es für die Berliner Fahrgäste von Bus und Bahn einige Verbesserungen geben. Die neuen Fahrpläne gelten ab dem 9. Dezember und die Fahrpreise selbst bleiben – abgesehen von Sonderregelungen – bei allen ÖPNV-Anbietern stabil.

Bei der S-Bahn resultieren aus der Inbetriebnahme der viergleisigen Infrastruktur zwischen dem neu gestalteten Ostkreuz und dem Ostbahnhof eine Reihe von Verbesserungen: Die Verlängerung der Linie S75 sowie kürzere Fahrzeiten für die Linien S3 und S9 gehören dazu. Mehr Platz für Fahrgäste wird es wochentags auf der Linie S3 auch auf den Fahrten zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof in den dann längeren Zügen geben. Zwar nicht öfter und auch nicht länger, dafür aber weiter in die City hinein geht es ab sofort mit der S75, die ab Wartenberg in der Hauptverkehrszeit im Zehn-Minuten-Takt bis zum Ostbahnhof verkehren wird. Kleiner Wermutstropfen: Zu den Nebenzeiten endet jede zweite Fahrt aber weiterhin im Bahnhof Warschauer Straße. Auch im Westen der Stadt hält die S-Bahn Erleichterungen bereit: An den Wochenenden und an den Feiertagen kann in der Zeit von 13 bis 20 Uhr die Linie S46 entlang der Ringbahn von Westend bis nach Gesundbrunnen genutzt werden.

Mehr Sitzplätze und verlängerte Fahrzeiten

Auch der Fahrplanwechsel bei der BVG steht ins Haus. Auf 14 Linien kommen Busse und Straßenbahnen häufiger, fahren morgens früher oder sind abends länger unterwegs. Für Fahrgäste in den östlichen Stadtbezirken sind auch einige Änderungen in den Fahrplänen vorgesehen. So fährt der X54 jetzt auch sonntags im 20-Minuten-Takt bis S-Bahnhof Marzahn und der Zehn-Minuten-Takt der Linie 197 wird montags bis freitags zwischen Kaulsdorf und Prerower Platz jetzt durchgehend von 6 bis 19 Uhr bedient. Und auch die Straßenbahnlinie 16 kommt jetzt öfter, nämlich an an Samstagnachmittagen in Zehn-Minuten-Takten. Generell gelten auf zahlreichen, stadtweit verkehrenden Buslinien neue Abfahrtszeiten. Für die Linien M19, M29, 104, 156, 283 sollten sich die Fahrgäste im Detail per Internet oder an den Haltestellen-Aushängen informieren.

Auf den Regionalstrecken ins Brandenburger Umland und darüber hinaus führt die Deutsche Bahn ebenfalls eine Reihe von Verbesserungen ein. Auf der Linie RE2 wird es drei zusätzliche Fahrten zwischen Nauen und Berlin geben, die RE6 wird täglich über Spandau hinaus bis nach Gesundbrunnen verlängert. Auf zahlreichen Bahnverbindungen von und nach Brandenburg wird die Zahl der Sitzplätze deutlich erhöht. Die wichtigste Neuerung auf dem Berliner Stadtgebiet ergibt sich durch die Inbetriebnahme der neuen Regionalbahnsteige am Ostkreuz. Bis hierher führen nun auch die Fahrten der RB26 aus Richtung Kostrzyn. Apropos: Besondere Highlights des aktuellen Fahrplans sind weitere optimierte Verbindungen von und nach Polen: Neben täglichen Direktverbindungen zwischen Ostkreuz und Gorzów, wurden auch Nachtzugverbindungen zwischen Berlin und Kraków eingerichtet.

Praktisches Format

Pünktlich zum Fahrplanwechsel erscheinen die wichtigsten Produkte für die BVG-Fahrgastinformation in aktualisierter Auflage. Hingucker ist dabei der brandneue BVG-Atlas. Nach einer gründlichen Überarbeitung ist er nun im praktischen, quadratischen Format zu haben. Ganz Berlin ist nun im großen Maßstab abgebildet. Natürlich finden sich im Atlas wie gewohnt nicht nur alle Linien der BVG sondern auch der S-Bahn Berlin sowie des Eisenbahn-Regionalverkehrs. Der BVG-Atlas ist ab dem 10. Dezember in allen BVG-Kundenzentren erhältlich und kostet weiterhin 12,90 Euro. Mehr Infos und Downloads gibt es online bei der BVG und der S-Bahn.

Datum: 7. Dezember 2018, Text und Titelbild: Stefan Bartylla, Grafiken: BVG

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