Berlin wird sauberer

Umweltprogramm: Projekte in Treptow-Köpenick und Neukölln tragen zur Verbesserung der Klimabilanz bei.

Im vergangenen Jahr ist das von der EU kofinanzierte Umweltentlastungsprogramm II (UEP II) ausgelaufen. Mit dem Programm konnten mehr als 21.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid-Emissionen dauerhaft in Berlin eingespart werden. Gemessen an der CO2-Bilanz des Landes Berlin in Relation zur Einwohnerzahl wurden die Pro-Kopf-Emissionen von ca. 3.450 Berlinerinnen und Berlinern vollständig eingespart. Dazu tragen auch einzelne Vorhaben in den Bezirken Treptow-Köpenick und Neukölln bei. Das teilt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit.

Schulen saniert

Unter vollständiger Ausschöpfung der Mittel wurden in Berlin insgesamt rund 180 Projekte für umweltentlastende Zwecke erfolgreich umgesetzt. Gefördert wurden die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich, der Erhalt und Ausbau von Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die Verbesserung der Gewässergüte sowie der Gewinn von Erkenntnissen über neue umweltentlastende Technologien in Form von Forschungsvorhaben und Studien. 17 Schulen und 42 Kitas wurden energetisch saniert. Aber auch denkmalgeschützte öffentliche Gebäude, wie das Victoria-Haus im Botanischen Garten. Weitere Beispiele sind: In Neukölln wurden rund 700 Gasaufsatzleuchten im Straßenland umgerüstet. Optisch neutral, konnten durch den Ersatz der Gasleuchten durch strombetriebene moderne LED-Lampen jährlich rund 655 Tonnen Kohlenstoffdioxid-Emissionen vermieden sowie gleichzeitig umfangreiche Betriebskosten eingespart werden, so der Senat. Das Freizeit- und Erholungszentrum Berlin (FEZ) wurde energetisch saniert: Durch die Dämmung der Fassaden, die neuen Fenster und das isolierte Dach können nun jährlich 590 Tonnen CO2 eingespart und die Betriebskosten wesentlich reduziert werden. Außerdem wurde ein Regenwassermanagement in Angriff genommen: Das nun auf der Dachfläche aufgefangene Regenwasser wird biologisch gereinigt in den Badesee geleitet. Eine zusätzliche Zufuhr von Frischwasser und die bisherige Sicherstellung der Badewasserqualität durch Chemikalien (wie Chlor) entfallen damit. Außerdem wurde das Gelände des ehemaligen Reifenwerks Schmöckwitz renaturiert: Auf dem Areal wurden die alten Gebäuderuinen abgerissen und entsorgt und das Gelände für die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet vorbereitet.

Neues Konzept

Durch das neue Regenwassermanagement des Britzer Gartens wird der See im Britzer Garten und die Berliner Kanalisation von umweltschädlichen Stoffen entlastet. Das neue Konzept nutzt das anfallende Regenwasser von Dachflächen, Verkehrsflächen und Freiflächen, welches vormals ungereinigt in die Kanalisation geleitet wurde und nun, mechanisch und biologisch gereinigt, in den See eingeleitet wird, so die Senatsverwaltung.

Weitere Informationen unter:
www.berlin.de/bene

red / Bild: imago/epd