Mission Titelverteidigung

Das Schülerteam des SLZB fährt zur Handball-WM nach Rouen.

Neue Trikots und eine Menge anfeuernder Worte gab es Anfang vergangener Woche für das Herren- Handball-Team der SLZB-Schule in Hohenschönhausen von den Offiziellen des Landessportbundes, den Lehrern der Schule und auch dem Chef des Olympiastützpunktes Berlin. Mit von der Partie an diesem Vormittag Dr. Poller von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Jugend, Trainer und Füchse-Manager Bob Hannings, Reinfried Kugel vom Landessportbund, Schulleiter Dr. Neumes und. Dr. Harry Bähr, der Leiter des Olympiastützpunktes.

Kein Favorit

CR_LVS_Ho_titel_10Das SLZB-Team ist amtierender Weltmeister im Handball in der Altersklasse der Schüler und möchte den Titel auch beim kommenden Turnier im französischen Rouen beim Finale am 19. März verteidigen. Von den Weltmeistern aus dem Jahr 2014 ist nur noch ein Spieler dabei – Julius Schröder war damals als Jahrgangs-Jüngster mit von der Partie. 14 Spieler, zwei Lehrer, ein Physiotherapeut und Trainer Bob Hannings haben sich Mitte vergangener Woche auf den Weg gemacht, um auch den Titel jetzt in Frankreich zu verteidigen. „Wir haben Verletzungsprobleme im Moment und der Top-Favorit ist wieder mal Frankreich“, erläutert Coach Bob Hannings die Chancen des aktuellen Teams mit den 16 bis 18-jährigen Schülern. „Auch als Nicht-Favorit hat Deutschland ja schon gezeigt, dass wir den Titel holen können“, ergänzt der prominente Jugend-Coach. Andere Mit-Favoriten auf den Titel sind die „üblichen Verdächtigen“ aus Dänemark und Brasilien – diese Nationen gehörten allesamt zu den Halbfinalpaarungen im letzten Turnier. In der Vorrunde trifft das SLZB-Team auf Teams aus Belgien, Tschechien, Israel und Zypern. „Es wäre sehr gut, wenn wir die Vorrunde als Gruppensieger beenden können. Als Gruppenzweiter könnten wir nämlich bereits im Viertelfinale die starken Franzosen treffen“, so Hennings. Mit Tim Mattes und Jakob Knauer hat man zwei Nationalspieler des Jahrgangs 1999 im Team, die als Leistungsträger gelten. Mit Mark Fahrian gibt es dazu noch einen slowenischen Nationalspieler im Tor des SLZB, der bereits in seinen jungen Jahren als herausragender Keeper gilt. „Unser Prunkstück ist die Abwehr, über die wir in der Lage sein werden, die Angriffe systematisch aufbauen zu können“, so Hannings.

Mit Erfolgsphilosophie

Zur erfolgreichen Gesamtbilanz der SLZB-Teams der vergangenen Jahre hat Bob Hannings eine ganz eindeutige Meinung. „Vor knapp zehn Jahren war der Handball-Sport in Deutschland am Boden und die großen Erfolge Fehlanzeige. Die Siege und Titel der vergangenen Jahre im Team- und im Nationalwettbewerb sind allesamt die Resultate eines Konzeptes, dass schlicht und einfach daraus resultiert, dass alle Beteiligten aus den Vereinen, Verbände, Sponsoren und auch der Schulen mehr in einen Topf einbringen, als sie sich heraus genommen haben.“ Eine Erfolgsphilosophie, die auch jenseits des Handballsports seine Gültigkeit haben dürfte.

Text & Bild: Stefan Bartylla