Über die Brücke der Kunst

Bildung: UdK bietet Willkommensklassen und geflüchteten Studieninteressierten Chancen zum Ausprobieren.

Flüchtlingskinder aus Willkommensklassen sowie Studieninteressierte, die nach Berlin migriert sind, können an der Universität der Künste (UdK) ab sofort eine Menge ausprobieren. So bietet die Grundschule der Künste in der Bundesallee 1-12 in Wilmersdorf seit diesem Monat ein Programm für Kinder aus Willkommensklassen an. In der von Olafur Eliasson gestalteten Bilderbuchwerkstatt erleben Kinder Bilder und Bücher und können ihre Erfahrungen in eigenen Geschichten erzählen. Auch die Textilwerkstatt öffnet ihre Türen: Eine Vielzahl bunter Bälle aus Filz ist bereits entstanden. Ausprobieren konnten die simple und auch mit wenig Sprachkenntnissen rasch zu erlernende Technik bereits Schüler der Nehring-Grundschule. Der Kurs machte allen so viel Spaß, dass nun regelmäßig Termine mit weiteren Berliner Schulen folgen sollen. Für das Programm werden Kooperationsschulen gesucht. Interessierte erfahren mehr darüber auf der Website der Grundschule der Künste.

Beruflich ankommen

Am Berlin Career College der UdK Berlin findet außerdem die erste Refugee Class for Professionals in Arts and Design statt. Das Programm richtet sich an geflüchtete Künstler, Designer und Kreativschaffende und startete mit einem ersten Modul am 29. Februar. Die Idee ist es, eine Plattform zum Vernetzen untereinander und zur Kontaktaufnahme in die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen. Die kostenfreie Teilnahme bietet die Möglichkeit, den Kulturbetrieb und die Ökonomie der Kreativarbeit in Deutschland kennenzulernen, um möglichst zeitnah auch beruflich in Deutschland anzukommen. Das Programm, das auch ohne vorheriges Studium und nur mit Berufserfahrung wahrgenommen werden kann, findet in englischer oder deutscher Sprache statt. Am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) finden Tanzworkshops statt, die sich an Kinder aus der direkten Nachbarschaft richten. Die Tanzkünstlerin und Pädagogin Jo Parkes hat in Kooperation mit weiteren Partnern in den Uferstudios ein Programm für Kinder und Jugendliche des AWO Refugium Pankstraße auf die Beine gestellt. Tanzen fördere das soziale Miteinander, helfe der Selbstwahrnehmung und mache einfach Spaß, heißt es. An dem Projekt „DiesJenseits der Panke“ arbeiten Studierende des HZT mit, die in Tandem-Teams wöchentlich zwei Stunden in der Notunterkunft aktiv sind. Nach neun Wochen Projektdauer besuchen alle zusammen eine Party in den Uferstudios.

beratung@udk-berlin.de
ziw@udk-berlin.de
www.grundschulekunstbildung.de

red/mh