Springen bis die Socken dampfen

Freizeit: Jump House Berlin eröffnet in der Reinickendorfer Miraustraße Deutschlands
größten Trampolinpark.

Die Hamburger Jumps House Holding GmbH verspricht ein Spring- und Actionparadies der Extraklasse: Am 18. März öffnet in Reinickendorf Deutschlands größter Trampolinpark. Keine simple „Hüpfburg“, sondern eine Freizeitattraktion, die es in sich hat. Geschäftsführer Christoph Amadi und Till Walz sind überzeugt, dass dies auch in Berlin gut ankommt: „Die Deutschen springen wie die Weltmeister. In unseren Parks erleben sie Sprung-Spaß in neuer Dimension. Das hat schon Tausende in Hamburg begeistert; das wird hier nicht anders sein.“

Dampf ablassen

In der Tat: Wer sich bereits „trampolin-erfahren“ wähnt, kann alles Bisherige vergessen. In den einzelnen Bereichen der riesigen Sprunganlage geht es so richtig zur Sache. Nichts für Angsthasen, denn hier wird gesprungen, geschmissen, geschubst – kurz, jeder kann so richtig Dampf ablassen und mitunter geht’s auch ziemlich rabiat zu. Doch nicht nur das. In speziellen Kursen kann man mit verschiedenen Sprungvarianten ganz gezielt seine Bänder mobilisieren und seine Fitness trainieren. Und der Liegestütz auf wackeligem Untergrund ist eine völlig neue Erfahrung, die jeden viel schneller kalorienfressend ins Schwitzen bringt. Zudem werden beim Trampolinspringen so gut wie alle unserer 600 Muskeln beansprucht, während die Gelenke – anders als beispielsweise beim Joggen – weitaus weniger belastet werden.

„Ein Freizeitsport also, der einem zwar alles abverlangt, aber eigentlich für jeden geeignet ist“, sagt Till Walz. „Schließlich kann jeder selbst entscheiden, wie schnell und intensiv er hüpfen mag. Wer Knie- oder Rückenprobleme hat, sollte vorher seinen Arzt fragen. Denn neben allen Fitness-Effekten geht es uns auch um den Spaß an der Freud‘. Wir fördern das mit speziellen Spielvarianten.“ In der BattleBox beispielsweise finden Gladiatorenkämpfe statt. Die Besucher erhalten Balken mit gepolsterten Sticks, mit denen sie in den Nahkampf ziehen. Wer sich nicht halten kann, wird allerdings nicht in der Arena malträtiert, sondern landet superweich in Schaumstoffwürfeln. Es gibt viele Ballspielvarianten – wie etwa Dodgeball, ein rasantes Völkerball auf Trampolinen. Die Idee der Trampolinparks kommt aus den USA – dort gibt es bereits 250 solcher Anlagen. In Deutschland eröffneten Ahmadi und Walz das erste JUMP House Ende 2014 in Hamburg. Nach dem Erfolg in ihrer Heimatstadt expandieren sie nun in andere Bundesländer. Mit 4.000 Quadratmetern Gesamtfläche ist der Actionpark in der denkmalgeschützten Halle der Miraustraße 38 (Holzhauser Mark) deutschlandweit der größte seiner Art. In sieben Bereichen sind unterschiedliche Sprung- und Sport-Aktivitäten möglich. Herz des Parks ist das Hauptfeld FreeJUMP, mit mehr als 70 Trampolinen – die auch die Wände einbeziehen – die größte zusammenhängende Sprungfläche des Landes. Ganz billig ist der Eintritt nicht: Eine Stunde Springen kostet zwölf Euro – plus 2,50 Euro für die Sicherheitssocken; für spezielle Aktivitäten erhöhen sich die Preise. Doch nach einer Stunde ist man so erschöpft, dass man sowieso aufhören sollte – und der Trampolin-Rausch entschädigt allemal …

Jürgen Zweigert / Bild: JUMP House/Anna-Lena Ehlers