Neustart an der Spree

Schöneweide: Große Pläne für ehemalige Leuchtenfabrik.

Für die  Leuchtenfabrik an der Ecke Edisonstraße/Wilhelminenhofstraße beginnt ein neues Kapitel: Dieser Tage startet die Vermarktung des Industriekomplexes auf dem Immobilienmarkt. Darüber informiert das Regionalmanagement Schöneweide. Nach Angaben der Vermarkter laufen derzeit die Umbauarbeiten. Mit einer Übergabe der Räumlichkeiten sei nicht vor dem Jahresende zu rechnen. Demnach umfassen die Nutzungseinheiten eine Fläche von jeweils zwischen 100 und 3.000 Quadratmetern.

Zahn der Zeit

Von 1897 bis 1916 entstand zeitgleich mit den benachbarten Bauten der AEG in mehreren Bauphasen die Lampenfabrik R. Frister. Der Bau erfolgte in mehreren Phasen, beginnend 1897 an der Wilhelminenhofstraße und endend 1916 am Spreeufer. In den 1920er-Jahren war dies die größte Beleuchtungskörperfabrik Europas. „Verschiedene Umbauten und der Zahn der Zeit haben dem heute denkmalgeschützten Ensemble nicht immer gutgetan“, so sie Realace GmbH. „Nun beginnt das Projekt der Rehabilitierung der Leuchtenfabrik, das sich unter anderem zur Aufgabe gemacht hat, die wertvolle historische Architektur wieder so zur Geltung kommen zu lassen wie sie es verdient. Innen werden die Mietflächen und die Haustechnik modernisiert und außen wird das Erscheinungsbild verbessert und harmonisiert.“ Teil der Revitalisierung des Ensembles ist eine neue Namensgebung: die Bauten der Lampenfabrik Frister werden in Anlehnung an ihren historischen Ursprung den Namen „Leuchtenfabrik“ erhalten. Das Nachbargelände mit dem Kino, den Autohäusern, Bowlingbahn und Supermarkt wird weiter den Namen „Spreehöfe“ tragen.

Positiver Wandel

Die Wiederentdeckung der Leuchtenfabrik schreibe den positiven Wandel im Berliner Südosten insgesamt weiter fort. „Der Erfolg von Adlershof als Unternehmensstandort, die ergänzende Ansiedlung von sechs Instituten der Humboldt Universität und nicht zuletzt die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin mit rund 8.000 Studenten haben bereits viel dafür getan, dass dieses Stück Berlin wieder so attraktiv geworden ist“, erklärt die Realace GmbH.

nm/red / Bild: imago/Jürgen Ritter