Wilhelms wilde Welt

Beeindruckende Schau im Kunsthof Berlin.

Vom 8. April an zeigt die Galerie Art Cru, Oranienburger Straße 27, Arbeiten von Abram Wilhelm. Seine Werke sind Ausdruck einer rohen Kreativität mit der starken visuellen Präsenz von klassischer Art Brut. Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Museum MuSeele in Göppingen. Abram Wilhelm wurde 1944 in Amsterdam geboren, wuchs in großer Armut auf und durchlebte zahlreiche persönliche Krisen. Die Kindheit ist geprägt durch Hunger, harte körperliche Arbeit und der Erfahrung von sexuellem Missbrauch. Mit 21 Jahren kam er nach Deutschland, gründete eine Familie. Seine Frau begeht 1981 Selbstmord, 16 Jahre später nimmt sich auch sein Sohn das Leben. In seiner Kunst hat Abram Wilhelm eine Krisenbewältigung gefunden. Das erfahrene Leid und die extremen Erfahrungen spiegeln sich in den intensiven bildnerischen Arbeiten des Outsider Künstlers wider. Er arbeitet in vielen Medien und mit einer Fülle von Materialien, erschafft Malereien, Zeichnungen, Kollagen und Skulpturen, für die er teilweise gefundene Objekte verwendet und bearbeitet. Seine Schöpfungen, die der Künstler zumeist völlig nackt malt, erinnern an Hieronymus Bosch. Schwerelose Gestalten, wie die „Insektenhexe“ oder die „Krakenfrau“ gleiten durch Farb-Räume, in denen man auch religiöse oder mythische Bezüge finden kann.

Weitere Informationen unter:
www.art-cru.de

mw