Schönheitskur für Jugendtreffs

Investitionen: Abgeordnetenhaus gibt 900.000 Euro für Teilsanierung mehrerer Standorte frei.

Eine gute Nachricht für die Jugendarbeit im Bezirk: Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hat jetzt 900.000 Euro für die Teilsanierung von Jugendfreizeitstätten bewilligt. Die Mittel stammen aus dem Sonderinvestitionsvermögen für die Wachsende Stadt (SIWA).

150.000 Euro fließen in die Erneuerung der Terrassenanlagen des Jugendzentrums Grenzallee. Die Einrichtung befindet sich im Quartiersmanagementgebiet High-Deck-Siedlung. Der Einzugsbereich erstreckt sich auch auf das nahe gelegene Quartiersmanagementgebiet Weiße Siedlung. 350.000 Euro sind für die Sanierung des Mädchentreffs „Szenenwechsel“ in der Donaustraße vorgesehen. Es ist die zentrale Einrichtung für Mädchen und jungen Frauen aus dem gesamten Neuköllner Norden. Sie ist laut Bezirksamt hoch frequentiert und unterstützt Mädchen und junge Frauen, vorwiegend mit muslimischen Hintergrund, bei der Entwicklung hin zu einem selbstbestimmten Lebensweg. Dazu gehört die Unterstützung in Schule und bei der Berufsorientierung ebenso wie die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen.

225.000 Euro entfallen auf die „Kinderwelt am Feld“ in der Oderstraße. Das Interkulturelle Kinder- und Elternzentrum am Rande des Tempelhofer Feldes ist eine Anlaufstelle für Kinder und Eltern aus Nord-Neukölln und arbeitet auch mit der Flüchtlingsunterkunft auf dem Tempelhofer Feld eng zusammen. Geflüchtete Kinder und Familien werden aktiv angesprochen und in die Einrichtung integriert.

175.000 Euro bekommt das MädchenSportZentrum Wilde Hütte am Wildhüterweg. Dort werden Mädchen und junge Frauen durch aktive sportliche Freizeitgestaltung in Verbindung mit sozialpädagogischer Unterstützung in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert. Darüber hinaus werden 670.000 Euro für den Neubau der neuen Seniorenfreizeitstätte in Alt-Rudow bereitgestellt. Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sprach von einem wichtigen Erfolg. Bei der Finanzspritze handele es sich um eine Umwidmung von Mitteln, die nicht wie ursprünglich geplant verwendet werden konnten. Mirjam Blumenthal von der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung sprach sich dafür aus, nicht nur die Bausubstanz der Jugendfreizeiteinrichtungen zu erneuern, sondern diese auch personell zu stärken.

Nils Michaelis, Bild: Thinkstock/iStock/iso petrov