Neue Heimat für Union-Nachwuchs

Sportpark Oberspree soll vielen Vereinen Raum bieten.

Nun ist es offiziell: Das neue Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des 1. FC Union Berlin wird am Bruno-Bürgel-Weg 63 entstehen. Unterstützung erhalten die „Eisernen“ vom Land Berlin, das sich zur Erweiterung einer bereits im Landesbesitz befindlichen Fläche um den Ankauf von weiteren Flächen bemüht, um dieses dann vereinigte Grundstück dem Club auf Grundlage eines Erbbaupachtvertrages zur Verfügung stellen zu können. „Jetzt haben wir einen geeigneten Standort gefunden und können das Nachwuchsleistungszentrum gemeinsam realisieren“, sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Das schaffe eine gute sportliche Perspektive für die Eisernen.

Union-Präsident Dirk Zingler zeigte sich hoch erfreut: „Die nun erzielte Einigung über den Standort und die Finanzierung des dringend notwendigen NLZ ist ein Meilenstein für den
1. FC Union Berlin. Für die Nachwuchsarbeit unseres Vereins eröffnen sich damit neue Perspektiven, von denen der gesamte Verein profitieren kann.“

Standort-Debatte

Eigentlich hatte der Zweitligist einen Standort in größerer Nähe zum Stadion an der Alten Försterei im Auge. In Teilen des Senats war der Plan, das NLZ im Mellowpark einzurichten, auf Zustimmung gestoßen. Doch dann verlängerten die zuständigen Bezirksstadträte Michael Vogel (CDU) und Michael Grunst (Die Linke) den Nutzungsvertrag für die BMX- und Skater-Anlage. Auch ein Beschluss der Bezirksversammlung hatte gefordert, die Pläne im Bereich Wuhlheide zu realisieren. Das, so Vogel, wäre allenfalls in der Nähe des FEZ denkbar, doch da spiele der Naturschutz nicht mit.

Vogel betont, dass die bereits am Bruno-Bürgel-Weg ansässigen Sportvereine durch das NLZ keine Nachteile zu befürchten hätten. „Unser Ziel als Bezirk ist es, das NLZ als einen Teil des neu zu entwickelnden Sportparks Oberspree zu integrieren, den wir mit dem Senat dort einrichten wollen. Die vorhandenen Sportvereine sollen soweit möglich am Standort erhalten bleiben. Insbesondere die Wassersport- und Tennisvereine, die bereits vor Ort sind, werden dadurch nicht beeinträchtigt.“ Der 1. FC Union habe dort bereits einen Standort und insgesamt 90.000 Quadratmeter, einschließlich der noch zu erwerbenden Flächen, seien für das NLZ mehr als genug. Das Käthe-Tucholla-Stadion bleibe nach diesen Überlegungen für die Allgemeinheit frei zugänglich.

Vogel: „Es ist nicht Ansinnen des Bezirkes, Union das komplette Areal zur Verfügung zu stellen. Hier soll eine Sportanlage für alle Beteiligten entstehen, die die Entwicklung in Hinblick auf die Sportlerzahlentwicklung berücksichtigt.“

Nils Michaelis, Bild: Getty Images/iStockphoto/matimix