So strahlt die Stadt

Festival: Lichtinstallationen zeigen Berlins Gesichter.

Berliner Dom in anderer Perspektive

Berliner Dom in anderer Perspektive

Das Brandenburger Tor leuchtet, der Dom strahlt und die Fassade der Mall of Berlin wurde zum viel diskutierten Highlight. Das Festival „Berlin leuchtet“ und das gleichzeitig stattfindende „Festival of Lights“ tauchen Berlin derzeit wieder in ein Lichtermeer, das seinesgleichen sucht. Bis zum 16. Oktober kommen Freunde des guten Fotomotivs täglich von 19 bis 24 Uhr auf ihre Kosten. Zum Beispiel am Brandenburger Tor, wo auch die Eröffnungsfeier der „Berlin Light Weeks“ stattgefunden hat. Das ehemalige Mahnmal der Teilung und heutige Symbol der Wiedervereinigung gilt als absolutes Highlight in diesem Jahr. Es wird von den Künstlern von RE:SORB in einer täglichen 3D Mapping Show mit acht Projektoren farbenfroh in Szene gesetzt. Daneben verzaubert die Sandmalerin Aljona Voynova alle Besucher mit ihren ausdrucksstarken Bildern aus der Geschichte Berlins.

Licht verbindet

Unter dem Motto „Licht verbindet“ leuchten in Berlin über 500 Gebäude. „Licht verbindet Menschen, Kulturen, Religionen, Städte und Nationen. In Berlin leben und arbeiten die unterschiedlichsten Menschen kreativ zusammen. Dadurch gestalten wir alle unsere Stadt. Dies erfordert Toleranz und Freiheit – dafür ist Berlin international bekannt und beliebt. Die facettenreichen Lichtinstallationen unterstreichen diese Verbindung nach innen und außen“, erklärt Uwe Timm, Vorstandsvorsitzender von „Berlin leuchtet e.V.“.

Heiß diskutiert

Festliche Licht-Inszenierung am Gendarmenmarkt

Festliche Licht-Inszenierung am Gendarmenmarkt

Der Leipziger Platz mit der Mall of Berlin wurde bereits ab dem 27. September als Vorankündigung des Lichterfestes zum viel diskutierten Schauplatz. Die Künstlergruppe RE:SORB verwandelte die Fassade in das wohl größte Outdoor-4D-Surround-Kino der Welt – mit 40 Projektoren und Lautsprechern wird die Berliner Geschichte dargestellt. Ebenfalls zu sehen: Das Konterfei von Adolf Hitler, übergroß und untermalt mit Geschrei von Reichspropaganda-Minister Goebbels. Das verwirrte einen Autofahrer so sehr, dass er die Polizei rief. Diese konnte klarstellen, dass es sich hierbei um eine genehmigte Lichtshow mit geschichtlichem Konzept handelt.

Wer eine geführte Tour buchen will, kann sich zwischen einer Schiffstour und einer Stadtrundfahrt entscheiden. Diese sind online zu buchen. Neugierige, die auf eigene Faust das Lichterfest erleben wollen, finden im Internet eine Übersicht über alle teilnehmenden Gebäude.

sara/red, Bilder: Enrico Verworner