Spielplatzboom im Spätsommer

Soziales: Kleine und große Spandauer freuen sich über neue Geräte.

Im September freuten sich Mini-Spandauer und Senioren über vier neue Spielplätze: das Dschungeldorf am Klinkeplatz, der Spielplatz am Gorgasring, am Poelzigplatz und der generationsübergreifende Spielplatz „Fischerbucht“ am Eingang des Seniorenhauses „Havelblick“ .

Vorschläge von Anwohnern

Nachdem teilweise Geräte auf dem Spielplatz am Klinkeplatz wegen Mängeln abgebaut werden mussten, konnten die Nutzer über neue mitbestimmen. Das Thema war vorgegeben – Dschungel. Die Kinder der Kita „Taka Tuka Land“, ein Mitglied der Spandauer Spielplatzkommission und zwei Mitarbeiter des Grünflächenamtes wählten den Entwurf mit Hütten, Hängebrücken, Schaukeln Klettertürmen und vielem mehr.

Klettern und hangeln

Auch in Haselhorst durften Kinder mitbestimmen: Im Vorfeld wurde für den Spielplatz am Gorgasring vom GSJ (Gesellschaft für Jugend- und Sozialarbeit) ein Beteiligungsverfahren mit den Kindern der Kita Martin-Albertz-Haus und der Schule am Gartenfeld durchgeführt. Eine barrierearme Spielanlage, die sowohl zum Klettern und Hangeln einlädt wie auch zum Buddeln, ist entstanden. Das Besondere ist der Wasserspielbereich und ein Motorrad mit Beiwagen auf Federn, eine Spende von BMW.

Kabeltrommeln zum Klettern

Für die Geräte des Spielplatzes Poelzigpark in der Hugo-Cassirer-Straße wurde ein Wettbewerb zum Thema „Am alten Kabelwerk“ veranstaltet. Eine Jury aus Vertretern des Grünflächenamtes, der Spielplatzkommission sowie Erzieher und Kinder der Kita „Gerda und Rolf Schopf“ entschieden sich für nachgebaute Kabeltrommeln zum Klettern, einen Rutschenturm, der dem alten Schornstein nachgebildet ist, eine Holzbahn in Anlehnung an die Bötzow-Bahn sowie Hütten und Schaukeln. Ein neuer Bolzplatz entstand mit Hilfe des Jugendtreffs Havelspitze.

Auch für Ältere

Der Spielplatz „Fischerbucht“ in Hakenfelde (Havelschanze/Streitstraße) ist der erste Spandauer Spielplatz mit Generationenspielgeräten. Direkt vor dem Eingang des Seniorenzentrums „Haus Havelblick“ gelegen, entstand bei der SPD Hakenfelde, die die Patenschaft für den Spielplatz übernommen hat, die Idee, über die Bewerbung bei einem Wettbewerb von „Fanta“ und des Deutschen Kinderhilfswerks Generationenspielgeräte zu realisieren. „Diese Geschicklichkeitsgeräte sind für Kinder und ältere Menschen geeignet und würden die Bewohner des Hauses Havelblick mit den Kindern zusammenbringen“, erhoffte sich Jochen Liedtke (SPD). Leider reichte es bei der Online-Abstimmung nicht für eine vordere Platzierung und damit auch nicht für die Finanzierung der Geräte. Dann meldete sich Coca Cola und bot Unterstützung an. Parallel sagte das Bezirksamt die Instandsetzung der vorhandenen Spielgeräte zu – auch hier half ein Sponsor über „Raum für Kinderträume“.

red, Bild: BA Spandau/Simone Maier