Motorworld gibt Gas

Mit der Motorworld entsteht am Zitadellen-Weg eine Werkstatt-Oase für Profis und Amateure.

Spandau wird zum Paradies für Schrauber und Motorfreaks. Direkt am Havelufer zwischen Zitadelle und dem BMW-Motorradwerk entsteht die Motorworld Manufaktur. Auf 30.000 Quadratmetern gibt es am Zitadellenweg 20-34 bald ein eigenes Werkstatt-Dorf für Autos, Motorräder und Roller. Sogar Fahrräder und Boote können in Fachwerkstätten, oder auch im Do-it-your-self-Verfahren repariert werden. Spätestens im nächsten Frühling soll das Gelände eröffnet werden. Die bis vor kurzem noch brach liegende Halbinsel schrieb selbst Automobilgeschichte: Vor rund 70 Jahren war hier die Berliner Produktionsstätte der legendären Auto Union AG. In der historischen Halle mit den riesigen schrägen Oberlichtern wurden unter anderem Getriebeteile für den Fahrzeugbau gefertigt und gehärtet. „An diese Tradition knüpfen wir an und erstellen neben der Alten Härterei insgesamt 15 neue Manufaktur-Gebäude von 56 bis über 1.300 Quadratmeter. Jede Fläche verfügt dabei über einen separaten Eingang mit Rolltor und ist für die direkte Befahrbarkeit entworfen“, erklärt der Projektleiter Alexander Gregor. Verkaufsräume mit Schaufenster sowie Büro- und Lagermöglichkeiten sind ebenfalls gegeben. Der Quadratmeter kostet ab 5,90 Euro netto Kaltmiete. Die Hallen haben einen Zugang zu Toiletten und sind beheizbar.

Unter Enthusiasten

Den Machern der Motorworld Manufaktur geht es ums Handwerk am Fahrzeug und den Austausch von Enthusiasten untereinander. Die Räumlichkeiten dafür stellen sie: lichtdurchflutete Werkstatträume und Freiflächen unter Bäumen am nahen Havel-Wasser. Ein gastronomisches Angebot für Pausen dazwischen oder ein Feierabend-Bier nach getaner Arbeit. Und eine Fläche zum Präsentieren. Der Anspruch ist hoch: Fahrzeugwerkstätten sollen auch Orte sein, die Menschen verbinden – engagierte Selbstschrauber treffen auf ausgewiesene Profis. Die Mission: Das Hobby soll erschwinglich bleiben und große Freude bereiten.

Neue Hallen

In den nächsten Monaten werden das Gelände und die historischen Gebäude noch kernsaniert und die neuen Hallen aufgestellt. „Alles, was fährt oder wieder fahren soll, ist dann in der Motorworld-Manufaktur willkommen: Baujahr und Marke der Fahrzeuge spielen keine Rolle und am Zustand kann man arbeiten. Entweder legt jeder selbst Hand an oder überlässt die Arbeit den Profis“, erklärt der Projektleiter.

Anke Walter, Bild: MOTORWORLD Manufaktur Berlin