Die lebendige Fintech-Start-up-Szene in Berlin

Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung werden immer mehr Dienstleistungen im Internet angeboten, für die noch vor kurzer Zeit spezielle Orte besucht werden mussten. So ersetzen Video on Demand (VdoD) und Streamingdienste immer mehr die klassische Videothek vor Ort. Längst hat diese Entwicklung auch den Bereich der Finanzdienstleistungen erfasst, der zuvor alleine von den Banken besetzt wurde.

Heute steht der Begriff Fintech (Finanztechnologie) für eine rege Start-up-Szene, die moderne Verfahren im Bereich der Finanzdienstleistungen anbietet. Der Ausdruck “Fintech” ist gebildet aus den Wörtern “financial services” und “technology”. Er bezeichnet neuartige Lösungen von Anwendersystemen im Finanzdienstleistungsbereich. Experten gehen davon aus, dass die Fintech-Branche das Potenzial besitzt, die bestehenden klassischen Finanzdienstleistungen vor Ort auf die Dauer nahezu vollständig zu ersetzen.

Wachstum in der Fintech-Start-up-Szene Berlins

credit-card-1730085_1280Die europäische Hauptstadt der Fintech-Branche ist bisher London. Allerdings überlegen seit dem Brexit selbst viele britische Unternehmen die englische Hauptstadt zu verlassen und in die EU überzusiedeln. Deshalb ist zu erwarten, dass auch ein Teil der Londoner Fintech-Szene abwandern wird. Eine gute mögliche Alternative wäre hierbei Berlin. Die deutsche Hauptstadt ist heute nicht nur die größte Stadt der EU, sondern verfügt zudem über eine der aufstrebendsten Fintech-Start-up-Szenen des Landes.

Ein Beispiel für ein Fintech-Unternehmen, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine ganz klassische Finanzdienstleistung per Internet verfügbar zu machen, ist das Berliner Start-up felix1.de. Dies ist eine junge Online-Steuerberatung. Sie setzt auf eine Kombination aus sehr transparenten Preisen und eine Beratung durch einen persönlichen Berater. Auf diesem Wege will felix1.de die Steuerberatung erheblich vereinfachen.

Ganz auf Mobilität setzt dahingegen das Berliner Fintech Start-up N26. Dessen Idee besteht darin, sämtliche klassischen Bankleistungen per Handy verfügbar zu machen. So hat der N26-Kunde von jedem Geldautomaten aus Zugriff zu seinem Konto und erhält nach jeder Transaktion augenblicklich eine entsprechende Notiz auf sein Mobiltelefon.

Viele Fintech-Unternehmen bieten äußerst pfiffige Finanzdienstleistungen

Neben Fintech-Unternehmen, die klassische Finanzdienstleistungen per Internet oder per Mobiltelefon anbieten, gibt es ebenfalls junge Firmen, die mit ganz neuen Konzepten aufwarten. Ein Beispiel für Letztere ist das Berliner Fintech-Start-up Savedo: Dieses junge Unternehmen bietet seinen Kunden die Anlage von Festgeldern zu deutlich höheren Zinsen, als bei jeder klassischen Bank in Deutschland.

Dies ist dadurch möglich, dass Savedo diese Festgelder nicht in Deutschland anlegt, sondern in europäischen Ländern, die deutlich höhere Zinssätze bieten. Um solche eine Sparanlage zu eröffnen, muss der Kunde nicht wie ansonsten üblich in dem jeweiligen Land vor Ort anwesend sein, sondern kann dies bequem und unkompliziert über das Berliner Fintech-Unternehmen erledigen. Hierbei liegt der aktuell von Savedo angebotene Festgeldzinssatz mit 1,65 % deutlich über dem, den ein Privatanleger bei einer gewöhnlichen Bank in Deutschland bekommen würde.

red., Bilder: 1) Pixabay/StartupStockPhotos, 2) Pixabay/AhmadArdity, 3) Pixabay/jackmac34