Legenden vom Ostkreuz

Buchprojekt: Letzte Premiere im Nachbarschaftszentrum RuDi.

Am Beginn war ein Fotowettbewerb. 2001 gab es beim RuDi-Nachbarschaftszentrum (Modersohnstraße 55), das damals ein Kiezladen am Rudolfplatz war, eine Fotogruppe, die sich durch die mittlerweile ernst zu nehmenden Pläne eines Umbaus des Bahnhofs Ostkreuz aufgescheucht und gedrängt fühlte, diesen Ort noch einmal ganz intensiv mit der Kamera zu erkunden, bevor er verschwindet. Die ersten computergenerierten Architektenträume von einem neuen Bahnhof Ostkreuz kursierten schon. Es wurde ein Fotowettbewerb ausgelobt, der mit einer viel beachteten Fotoausstellung im RuDi abgeschlossen wurde.

Unerwarteter Erfolg

Beflügelt durch diesen unerwarteten Erfolg fragte man sich im RuDi, ob man die offenkundige poetische Kraft dieses rostigen Orts nicht auch auf andere künstlerischen Gattungen ausdehnen könnte. Es entstand die Idee zu einem Ostkreuz-Literaturwettbewerb. Über den Erfolg dieses Projekts gibt es nicht viel zu sagen. Aus einem Ostkreuz-Buch ist inzwischen eine Ostkreuz-Serie geworden. 2014 lobte das Kultur- und Nachbarschaftszentrum den 13. Aufruf zum Schreibwettbewerb, mit dem Titel „Legenden vom Ostkreuz“, aus. Anscheinend hätte man die 13 nicht nutzen sollen, die Beiträge kamen so peu à peu. Man verlängerte den Abgabetermin und nun ist es soweit. Das RuDi-Team hat die Beiträge der Autorinnen und Autoren des Ostkreuz-Schreibwettbewerbs mit einer Jury zur 13. Anthologie „Legenden vom Ostkreuz“ zusammengestellt. Die Buchausgabe umfasst die besten Geschichten der Anthologien 2002 – 2014. Vorgestellt wird das Werk am Freitag, den 18. November, um 19 Uhr. Anlässlich dieser Veröffentlichung wird auch der „letzte“ Preisträger der 13. Anthologie vorgestellt und verschiedene Texte des Buches gelesen. Die RuDi-Mitarbeiter möchten die nun leider letzte Buchpremiere nutzen, um allen Autorinnen, Autoren, Sponsoren, ehrenamtlichen Helfern und Freunden zu danken für die in den 15 Jahren entstandenen Ostkreuz-Geschichten.

red, Bild: RuDi