Arbeit im Sprengelkiez ist getan

Soziales: Nach 17 Jahren verabschiedet sich das Quartiersmanagement Sparrplatz.

Am 17. November wird das Quartiersmanagement-Team Sparrplatz feierlich verabschiedet. Nach 17 Jahren Arbeit im Sprengelkiez endet das Verfahren zum Jahresende. Alle Anwohner, Einrichtungen, Initiativen, Vereine, Schulen, Interessierte und Neugierige sind ab 16.30 Uhr in den Nachbarschaftsladen des SprengelHauses eingeladen. Die Verabschiedung bietet die Chance, sich nochmal zu vernetzen, die 17 Jahre Revue passieren zu lassen und ein letztes Mal mit dem Quartiersmanagement (QM) Sparrplatz zu feiern.

Noch einmal feiern

Letztmalig hat das QM-Team den Markt der Ideen organisiert, der am gleichen Tag stattfinden wird. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der vergangenen Jahre geht der Markt in die fünfte Runde und feiert damit einen kleinen runden Geburtstag. Viele Akteure und Aktive im Kiez sind bereits sehr gut miteinander vernetzt und arbeiten seit Jahren zusammen. Das Quartiersmanagement Sparrplatz findet es wichtig, sich den Veränderungen im Kiez zu stellen. Was können neue und alte Sprengelkiezler voneinander lernen? Wie können nachhaltige Strukturen etabliert und die Nachbarschaften gestärkt werden? Gemeinsam soll sich diesen Fragen und Herausforderungen gestellt und möglichst viele Kooperationen sowie Netzwerke gestärkt, erhalten und neue zukunftsträchtige entwickelt werden. Auf dem Marktplatz wird es eine Suche-Biete-Wand geben. Dort können Besucher nach geeigneten Ideen und Partnern suchen. Beim Speed-Dating lernen sie andere Interessierte, Einrichtungen und Projekte in nur fünf Minuten kennen. Im Café können Gäste sich bei kulinarischen Angeboten austauschen, Ideen, Kooperationen und Projekte entwickeln und und und… Am Abend wird zum letzten Mal das Tanzbein gemeinsam mit dem QM-Team geschwungen.

Zeitlich begrenzt

Ein Quartiersmanagement ist ein zeitlich begrenztes Instrument des Programms Soziale Stadt zur Stabilisierung benachteiligter Stadtteile. Es wird in Gebieten eingesetzt, deren sozialstrukturelle Situation im Berliner Vergleich besonders schlecht ist. Am Sparrplatz wurde das QM 1999 eingerichtet. Die Arbeit konzentrierte sich zu Beginn vor allem auf Bauprojekte zur Aufwertung des Stadtteils, die öffentliche Sauberkeit und Sicherheit, die Förderung von Projekten, die Entwicklung eines Nachbarschaftshauses sowie die Beteiligung der Bewohnerschaft. Auf Grundlage eines Gutachtens des Deutschen Instituts für Urbanistik beschloss die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vier Quartiersmanagementgebiete aus der intensiven Betreuung zu entlassen, unter anderem das Quartiersmanagement Sparrplatz. Bis Ende 2016 sollen aufgebaute Strukturen so gestärkt sein, dass sie auch ohne QM existieren können. Besondere Priorität für diese Phase haben das SprengelHaus, die Gründung eines Bürgergremiums für den Sprengelkiez sowie das Benennen von Ansprechpartnern auf Bezirks- und Senatsebene.

red, Bild: Johannes Hayner, georg+georg