Reale Orte in der digitalen Welt

QR-Code: Pflasterstein vor dem Rathaus scannen und Infos über den Ort erhalten.

Reale Orte mit der digitalen Welt verknüpfen. Das ist die Idee des „QR-Cobble“ – hinter dem Begriff verbirgt sich ein Pflasterstein mit eingraviertem QR-Code. Nach einem Scan mit dem mobilen Endgerät erhalten Nutzer weiterführende Informationen zu Hintergründen des Ortes, an dem sich der Stein befindet.

Viel zu erzählen

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Stadtrat Wilfried Nünthel ist stolz auf den QR-Cobble.

Das historische Rathaus Lichtenberg hat aus seiner über 100-jährigen Geschichte viel zu erzählen. Ein „QR-Cobble“ vor dem Eingang soll Besuchern die Historie des Hauses näher bringen. Eingeweiht wurde der Pflasterstein durch Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung. „Auf dem Weg zum digitalen Lichtenberg werfen wir im übertragenen Sinn den ersten Stein“, freut sich Nünthel und führt fort: „Tatsächlich sehe ich bezüglich der vernetzten Kommune noch großen Handlungsbedarf in vielen Lebensbereichen. In anderen Städten können wir Vorbilder finden, denn eine stärkere Digitalisierung bedeutet auch mehr Service für die Bürger. Dafür lohnt es sich zu investieren und ressortübergreifend zu arbeiten. Bezogen auf den ,QR-Cobble‘ kann ich mir sehr gut weitere Orte im Bezirk vorstellen, wo wir über Hintergründe informieren, die uns wichtig sind. Das können zum Beispiel historische Orte oder Naturdenkmale sein, gedanklich lassen sich viele Einsatzmöglichkeiten finden.“

Kostenlos nutzen

Die Idee zu den digitalen Pflastersteinen hatte ein in Berlin ansässiges Unternehmen der Digitalwirtschaft, die DGMK – Deutsche Gesellschaft für mediale Kundenbindungssysteme. Zusammen mit Berlins ältestem Steinmetzbetrieb, der Firma Albrecht, werden diese nach altbewährten Verfahren, jedoch mit modernen Maschinen und Technologien herstellt. Per Sandstrahl wird anschließend der QR-Code eingraviert. „QR-Cobble“ befinden sich bereits an mehreren bedeutsamem Orten in Deutschland, den USA und in Israel. Jeder Nutzer eines mobilen Endgerätes kann sich über sein Betriebssystem eine Applikation (App) herunterladen, die das Scannen von QR-Codes ermöglicht. Diese Programme gibt es auch kostenlos.

red, Bild: Pressestelle BA Lichtenberg