Leitzinsen auf null Prozent – Alternativen zu Sparbuch &Co

Wer sein Geld auf traditionelle Weise als Fest- oder Tagesgeld anlegt, zahlt in Zeiten von Minuszinsen drauf. So bieten die Banken bei Tagesgeldkonten im Schnitt noch einen Zinssatz von 0,4 Prozent. Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit werfen ebenfalls kaum noch eine Rendite ab. Für Sparer ergibt sich daraus die bittere Erkenntnis, dass mit Zinspapieren kein Geld mehr zu verdienen ist. Unter Berücksichtigung der Inflation kommt es zumeist sogar zu einem Verlust. Doch es gibt Wege aus der Null-Zins-Falle wie im Folgenden bzw. auf www.deutschefxbroker.de beschrieben.

Investition in Aktien

Deutsche Aktien brachten über die letzten Jahrzehnte im Durchschnitt eine Rendite zwischen sieben und acht Prozent. Mit ausländischen Papieren lassen sich sogar bis zu zehn Prozent im Jahr verdienen. Trotz dieser Zahlen ist die Anlage in Aktien längst nicht für jeden geeignet. Wer bei einem Kursverlust von zwei Prozent nachts nicht mehr schlafen kann, sollte eher die Finger davon lassen. Gleiches gilt auch, wenn das Kapital in absehbarer Zeit beispielsweise für einen Hauskauf benötigt wird. Hier ist das Risiko groß, Papiere mit einem Verlust verkaufen zu müssen.

Anleger mit einem langen Atem sollten unbedingt einen Teil des verfügbaren Kapitals in Aktien investieren. Bei einen Anlagehorizont von 10 Jahren liegt das Verlustrisiko bei lediglich zehn Prozent. Ab 13 Jahren sinkt das Risiko sogar auf null Prozent. Daran konnte auch die geplatzte Internetblase 2000, sowie Lehman-Pleite und Euro-Schuldenkrise nichts ändern. Bei einer Anlagedauer lag die Rendite immer bei zwei Prozent. Damit gibt es sogar unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation keinen Verlust. Zudem fallen die Steuern im Gegensatz zu Zinsanlagen nur bei einem Verkauf an.

ETFs als sinnvolle Alternative

Für die Anlage in Aktien bieten sich besonders börsennotierte Indexfonds (ETFs) an. Im Vergleich zu aktiv gemangten Fonds sind sie mit jährlichen Gebühren von 0,15 Prozent deutlich günstiger. Für die direkte Anlage in Aktien bieten sich dividendenstarke Aktien an. Hier profitieren Anleger neben steigenden Kursen von regelmäßigen Ausschüttungen. In Schnitt lagen diese zuletzt bei drei Prozent. Wer starke Kursschwankungen vermeiden möchte, sollte dabei besonders auf defensive Branchen wie Öl, Pharma oder Telekommunikation setzen.

Viele Anleger fragen sich ob es für die Anlage in Aktien nicht bereits zu spät ist. Schließlich bewegt sich der DAX mittlerweile dauerhaft oberhalb von 10.000 Punkten. Auch wenn die Papiere derzeit recht teuer sind, lässt sich damit in den meisten Fällen mehr verdienen als bei anderen Anlagen.

Der Immobilienmarkt boomt

Immobilien stellen ebenfalls eine gute Alternative zu Anleihen dar. Die niedrigen Zinsen wirken sich derzeit positiv auf den deutschen Immobilienmarkt aus. Vor allem in den Großstädten schießen die Preise nach oben. Wer nicht direkt in Immobilien investieren möchte, kann alternativ auf Immobilienfonds setzen. Hier wird das Geld auf mehrere Projekte verteilt, wodurch das Risiko entsprechend geringer ist. Nach der Finanzkrise 2008 kamen viele Fonds in Schwierigkeiten, weil Anleger ihr Geld zu schnell abzogen. Durch Gesetzesänderungen sind die Fonds mittlerweile sicherer geworden.

Anleihen aus Schwellenländern

Selbst mit Anleihen lassen sich noch vergleichsweise gute Renditen erzielen. Unternehmensanleihen mit einer mittleren Bonität im unteren Investment-Grade-Bereich bieten aktuell einen guten Ausgleich zwischen Risiko und möglicher Rendite. Möglich sind mit dieser Anlageklasse momentan rund 3,5 Prozent bei einer Laufzeit zwischen fünf und sieben Jahren. Zudem gingen die Kurse für Staatsanleihen in einigen Schwellenländern wie Polen oder Mexiko in letzter Zeit wieder nach oben. Mit Staatsanleihen von Industrieländer und Mittelstandsanleihen ist dagegen kaum etwas zu verdienen.

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