Wenn die Nase tanzt

Ballett: Junge Künstler wieder auf der Bühne des ada-Studios.

Am 8. und 9. April lädt ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz zu einer neuen Ausgabe seiner Reihe 10 times 6 ein. Die Reihe im Studio 7, Uferstraße 23, gibt zehn (noch) unbekannten Tänzern, Choreografen oder Regisseuren die Möglichkeit, in einem einfach gestalteten Rahmen ihre Werke zu zeigen. Zum 11. Performer wird dabei der Mann am Lichtschalter, denn nach exakt sechs Minuten geht das Licht aus. Und was bis dahin nicht getanzt beziehungsweise gezeigt wurde, bleibt im Dunkeln.

Eigene Geschichte

Bei der 19. Ausgabe sind unter anderem Franziska Doffin und Julija Pecnikar dabei. Die Berlinerin und die Slowenin lernten sich während ihres Studiums an der Budapest Academy of Contemporary Dance kennen und präsentieren ihr Stück „Bounce“. Ausgehend von der Frage „Was ist Popmusik?“ sezieren sie die unterschiedlichsten Bewegungen, die die Musik bei ihnen auslösen. Und während diese aufgedröselt, auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden, entwickelt sich zwischen den beiden Tänzerinnen eine Geschichte über Freundschaft, Konkurrenz, Witz und Ernsthaftigkeit.

Vergessenes Organ

Olga Hohmann, 1992 geboren und in Berlin und Weimar aufgewachsen, studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ und ist nebenbei Käseverkäuferin. In ihrem Stück „Die Nase“ erinnert sie an dieses fast vergessene Organ und verweist auf den Zusammenhang von Mensch und Tier, von Natur und Kultur. In ihrem Stück geht sie der Frage nach „Wie bewege ich meine Nase und wie bewegt sie mich?“. Mehr Infos gibt es online unter www.ada-studio.de.

Text: Mw, Bild: Anne Jascó