Wo sich Weltkulturen treffen: Museumsinsel und Stadtschloss

Ausstellung: Neue Nachbarn – Auf dem Weg zum Humboldtforum: Spannende Sonderpräsentation auf der Museumsinsel.

Unter dem Titel „Neue Nachbarn. Auf dem Weg zum Humboldt Forum“ werden auf der Museumsinsel bis 24. September Highlights der Bestände des Museums für Asiatische Kunst und des Ethnologischen Museums im Zusammenspiel mit den Sammlungen der Museumsinsel gezeigt. Die als Interventionen im Alten Museum, Neuen Museum, Bode-Museum und in der Alten Nationalgalerie konzipierten Präsentationen stellen verschiedenste Epochen, Regionen, Themen und Geschichten auf vielfältige Weise gegenüber. Sie geben den Besuchern einen thematischen Vorgeschmack auf das einzigartige Zusammenspiel von Museumsinsel und Humboldt Forum als einem multiperspektivischen Ort der Weltkulturen in Berlin.

Verschiedene Traditionen

Im Alten Museum zum Beispiel sind an elf Stationen Objekte aus dem Museum für Asiatische Kunst und aus dem Ethnologischen Museum zu Gast: Meisterwerke sehr unterschiedlicher Herkunft treten in einen Dialog und beleuchten Parallelen und Gegensätze von geografisch weit auseinanderliegenden Traditionen. Drei buddhistische Objekte aus dem zweiten bis dritten Jahrhundert nach Christus erzählen von überraschenden Vernetzungen zwischen Europa und Asien in der Antike.

Großformatige Bilder. Das Thema Landschaftsmalerei wird durch die Kunst des japanischen Stellschirms in der Alten Nationalgalerie ganz neu zu entdecken sein. Im Rahmen der Aktion „Neue Nachbarn“ werden die großformatigen Landschaftsbilder aus dem 18. Jahrhundert den Werken Caspar David Friedrichs gegenübergestellt. In neuer Nachbarschaft zu Thomas Theodor Heines „Teufel“ macht die Figur des „Wuzhiqi“, Schutzgeist der Flüsse Huai und Guo, Station im 1. Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie.

Vergleich der Kunst

Im Bode-Museum begegnen sich kunstvolle Skulpturen aus Afrika und Europa – ein Vorgeschmack auf die im Herbst stattfindende Ausstellung „Unvergleichlich“: Die Präsentation wird nicht nur untersuchen, was Kunstformen verbindet und trennt, sondern auch, was es im Laufe der Geschichte bedeutet hat, Kunstwerke miteinander zu vergleichen. Als Vorbotin dieses Epochen und Kulturen umspannenden Ausstellungsereignisses ist bereits im Sommer eine Skulptur aus dem Königreich Benin im heutigen Nigeria zu Gast.

Mehr Infos zur Ausstellung, Tickets und Öffnungszeiten gibt es online.

red, Bild: SMB/David Becker