Baustart für den Tempelhof-Tower

Baustart für das Projekt „Öffnung des Flughafens Tempelhof – Tower THF“.

In den nächsten zwei Jahren werden im Rahmen des Projekts „Tower THF“ Teile des westlichen Kopfbaus und der Tower des einstigen Zentralflughafens Tempelhof denkmalgerecht saniert, barrierefrei umgebaut und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bundesbauministerin Barbara Hendricks hat in der vergangenen Woche zusammen mit Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher und Jutta Heim-Wenzler, Geschäftsführerin der Tempelhof Projekt GmbH, das Bauschild für den Tempelhofer Damm enthüllt und die Förderplakette „Nationales Projekt des Städtebaus“ übergeben.

Spektakulärer Blick

Ab 2020 können Besucher über das markante Treppenhaus im westlichen Kopfbau des Flughafens den verglasten Tower erreichen und einen 360-Grad-Blick über Berlin und das Tempelhofer Feld genießen, der früher nur Fluglotsen vergönnt war. Große Teile der obersten Gebäudeebene sind als Ausstellungsraum vorgesehen. Auch eine Begehung des 1,2 Kilometer langen Dachs mit der Geschichtsgalerie wird dann möglich sein. Mit dem Einzug des Alliierten-Museums in Hangar 7 entsteht ein weiterer Besuchermagnet in direkter Nachbarschaft.

 

 

Brücke zur Stadt

Als hervorragendes Beispiel für die mit dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ verfolgten Ziele sieht Barbara Hendricks die Öffnung des Flughafengebäudes Tempelhof. „Über die touristische Bedeutung hinaus vermittelt es einen Einblick in die historische Dimension der Flughafennutzung und erlaubt die Auseinandersetzung mit der jüngeren deutschen Geschichte. Architektur, Denkmalschutz und innovative Konzepte für den Städtebau gehen hier Hand in Hand“, sagt sie.

Katrin Lompscher erklärt: „Es ist eine große Aufgabe, dieses riesige Gebäude Schritt für Schritt zu öffnen, es stärker in sein Umfeld einzubinden und sukzessive zu einer Brücke zwischen der Stadt und dem Tempelhofer Feld zu entwickeln. Das Projekt Tower THF ist ein erster Schritt, mit dem wir die Potenziale dieses besonderen Ortes freilegen und die Berliner wie auch Gäste aus aller Welt begeistern möchten.“ Der Umbau des Bauteils erfolge auf der Grundlage des Denkmalpflegeplans und habe Modellcharakter für das gesamte Gebäude, stellt Jutta Heim-Wenzler klar, und weiter: „Das Projekt ist ein Highlight auf unserem Weg, den Flughafen Tempelhof etappenweise und im Wechselspiel mit den benachbarten Stadtteilen zu Berlins neuem Quartier für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft zu entwickeln und für jedermann zu öffnen.“

Die Erteilung der Baugenehmigung wird Anfang November erwartet. Sechs Millionen fließen. Das Vorhaben wird im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ durch den Bund unterstützt. Die Förderung beträgt rund sechs Millionen Euro. Die Planung des Projekts hat das schweizerische Büro „:mlzd“ inne, das als Preisträger aus einem 2016 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt durchgeführten Wettbewerb hervorging. Bauherrin und Betreiberin ist die Tempelhof Projekt GmbH im Auftrag des Landes Berlin.

Red., Bilder: Tempelhof Projekt GmbH