Schokokuchen für den Weltrekord

650 Meter langer Kuchen soll für den Rekord sorgen.

Zur Präsentation eines besonders leckeren Weltrekordversuchs laden am 2. Dezember die Schüler und Lehrer der Lichtenberger Philipp-Reis-Schule ein. 650 Meter „Kalten Hund“ haben sie in der Woche zuvor hergestellt – Schokomasse gegossen, Kekse eingelegt und glatt gestrichen. Mit der Herstellung dieser meterlangen Kekstorte will sich die Schule wie schon im Jahr 1997 einen Platz im Guinness Buch der Rekorde sichern. Das 2,3 Tonnen schwere Naschwerk soll der Öffentlichkeit ab 11 Uhr in der Turnhalle an der Werneuchener 15  Straße gezeigt werden.

Amtliche Bestätigung

Damit das Ergebnis auch höchstamtlich gewertet werden kann, wird extra eine Rekord-Richterin des Guinness World Record-Verbandes aus London vor Ort sein, um den Mega-Kuchen zu begutachten.

Die Zutaten

Benjamin mit einem halben Meter langen Kuchenstück, das er selber zubereitet hat

Schon beim Lesen der Zutaten für diesen Riesenkuchen, der auch als Lukullus, Schwarzer Peter oder Kalter Igel regional bekannt ist, dürfte den Schülern der Respekt aller Zuschauer und Mitesser sicher sein: jeweils 650 Kilogramm Kekse, Kokosfett und Puderzucker, 190 Kilogramm Kakaopulver, 280 Liter Milch, fünf Kilogramm löslicher Kaffee und 2,5 Kilogramm Rum-Aroma wurden als Zutaten verwendet. Zahlreiche namhafte Sponsoren aus der Region sprangen bei der Beschaffung der Zutaten ein. Nach einem Jahr der Planung begann die heiße Phase der Vorbereitung Ende November.

Genau getaktet

Rund 530 Schüler plus Lehrer und Helfer aus der Nachbarschaft hatten sich in stündlichen Einheiten Meter für Meter an das Rekordziel herangearbeitet: Schokoladenmasse, Keksschicht, Schokoladenmasse lauteten tausende von Zubereitungsphasen, die in die 50 Zentimeter lang und rund 20 Zentimeter breiten Kuchenformen platziert wurden. „Pro Klasse haben wir jeweils eine Zeitstunde in den Vormittagsstunden der Projektwoche veranschlagt“, erklärt Roland Härtel, der schon 20 Jahre zuvor beim ersten Rekord Schulleiter an der Philipp-Reis-Schule war.

„Damals galten die über 540 Meter Länge als die Rekordmarke. Das ist heute nicht mehr möglich. Unser aktueller Rekordversuch wird in Gewicht gemessen“, erklärt Härtel. Auch in Sachen Lebensmittelhygiene gab es bei diesem Rekordversuch neue Rahmenbedingungen zu beachten. Alle Schüler wurden vorab vom Veterinär- und Aufsichtsamt in die sachgemäße Behandlung der Lebensmittel eingewiesen.

Guter Zweck

Im Anschluss an die Rekordmessung des Kuchens am Samstag wird auch gleich der Verkauf beginnen. Der Erlös kommt dem Berliner Verein „Kinderträume e.V.“ zu Gute, der sich in seiner Arbeit lebensbedrohlich erkrankten jungen Menschen widmet. Insgesamt 10.000 Euro sollen als Spende aus dem Verkauf des Rekordkuchens zusammen kommen.

Wer Kuchenstücke des „Kalten Hundes“ an diesem Rekordtag kauft, bekommt gratis ein Tombola-Los pro erstandenen halben Meter dazu. „Wir werden an diesem Samstag alles bis zum letzten Stück an den Mann bringen. Der Aufbau startet ab sechs Uhr morgens“, verspricht Schulleiter Härtel, der sich mit Weltrekordkuchen bekanntermaßen gut auskennt.

Text & Bilder: Stefan Bartylla