Straßenumbenennung im Afrikanischen Viertel geht voran

SPD und Grüne fordern Beschleunigung des Prozesses.

Noch am 1. März fand eine Info-Veranstaltung zur geplanten Umbenennung der Straßen im Afrikanischen Viertel im Rathaus Tiergarten statt. Nun zeichnet sich eine Entscheidung ab. Dem Abendblatt liegt ein Antrag von Grünen und SPD für die kommende Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) am 22. März vor, in dem sie eine Ehrung der Familie Bell, von Anna Mugunda und Cornelius Frederiks vorschlagen. Für die Petersallee, die Lüderitzstraße und den Nachtigalplatz werden seit nunmehr zwei Jahren wegen der Kolonial-Vergangenheit der Persönlichkeiten neue Namen gesucht. Um die Art der Entscheidungsfindung und Zusammensetzung der Jury hat es immer wieder Diskussionen gegeben. Vor allem die Anwohner des Afrikanischen Viertels bemängelten die Kommunikation seitens des Bezirks.

Bis es tatsächlich zur Umbenennung kommt, wird aber wohl noch etwas Zeit vergehen. Zunächst muss die BVV zustimmen, auch im Kulturausschuss soll noch einmal darüber beraten werden. Anschließend befürchten Experten einige Anwohnerklagen, die das Umbenennungsverfahren nochmals um Monate oder gar Jahre verzögern könnten.

Text: Katja Reichgardt, Bild: imago/Jürgen Ritter