Karl-Marx-Allee wird für zwei Jahre zur Großbaustelle

Straßenbäume, Fahrradwege und Parkplätze entstehen.

Die Karl-Marx-Allee soll ein angenehmer Ort für Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer werden. Die entsprechenden, auf zwei Jahre angelegten, Bauarbeiten haben bereits begonnen. Zwischen Otto-Braun-Straße/Alexanderstraße bis zum Strausberger Platz wird die Straße komplett umgebaut. 2020 sollen dann unter anderem ein vier Meter breiter Radstreifen, rund 30 Straßenbäume, Hecken, neue Gehwege und über 160 Autoparkplätze das Bild der ehemaligen sozialistischen Prachtallee bestimmen. Lediglich vor dem Café Moskau und dem Kino International soll der Blick auf die Gebäude nicht durch Hecken und Bäume versperrt werden.

Mehr Platz

Künftig stehen Autofahrern zwei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung. Neben den Längsparkstreifen sorgen zudem eineinhalb Meter breite Sicherheitsstreifen für ausreichenden Schutz der Radfahrenden. Gleichzeitig werden auch umfangreiche Leitungsarbeiten in dem denkmalgeschützten Ensemble durchgeführt. Der Umbau der Gehwegflächen erfolgt aufgrund des Denkmalschutzes in Anlehnung an den historischen Bestand der 1960er-Jahre mit vielen Sitzbänken und Fahrradbügeln. Der Neubau der Straßenbeleuchtung erfolgt ebenfalls im 1960er-Jahre Design mit zusätzlich Lichtstelen in den Gehwegen. „Der östliche Abschnitt wird als Historisches Fenster bezeichnet. Dieser Bereich ist als Zeitdokument der Moderne und als Ensemble in seinem Erscheinungsbild der 1960er Jahre zu erhalten“, heißt es dazu von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Umweltschutz. Die bereits begonnene Bauphase ist die erste von drei geplanten.

Sperrungen nötig

Nach der Errichtung einer provisorischen Verkehrsführung geht es mit dem Neubau der südlichen Fahrbahn weiter. An der Ein- und Ausfahrt Schillingstraße in Richtung Karl-Marx-Allee gibt es in dieser Zeit eine Vollsperrung. Anschließend erfolgt der Umbau der nördlichen Fahrbahn einschließlich des Geh- und Radweges und der Einmündung der Berolinastraße mit entsprechender Sperrung. In der dritten und letzten Bauphase erfolgt dann die Fertigstellung des Mittelstreifens. Während der Bauzeit sollen in jeder Fahrtrichtung jeweils zwei Fahrstreifen sowie ein Radwegstreifen befahrbar bleiben. Der Verkehr wird im Bereich des Knotenpunktes Schilling-/Berolinastraße durch eine Ampel geregelt. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme an der Karl-Marx-Allee betragen rund 13,2 Millionen Euro.

Datum: 21. Juni 2018, Text: Katja Reichgardt/Redaktion, Bild: Bild: imago/Dirk Sattler