Schaubude mit tollen Premieren

Unter dem Titel „Meeting Point“ feiert das Haus an der Greifswalder Straße den Auftakt der neuen Bühnen-Saison.

Das gab’s in der Schaubude Berlin noch nie: 300 Schauspieler, ein Militärorchester, eine Rockband, jede Menge Tiere, Autos und ein Hubschrauber in einem Stück. Das heißt „Mi Gran Obra“ (Mein großes Werk) und wird vom katalanischen Künstler David Espinosa in Szene gesetzt. Allerdings: Das Ganze kommt im Maßstab 1:87 daher und hat deshalb Platz auf einem mittelgroßen Küchentisch! „Mi Gran Obra“ war am 14. und 15. September der gelungene Startschuss in die neue Spielzeit.

Während es im September für alle kleinen Zuschauer willkommene Wiedersehen mit den äußerst beliebten Stücken „Der Räuber Hotzenplotz“, „Pinocchio 2.0“ und „Der verstiefelte Kater“ der Gebrüder Grimmig gibt, dürfen die etwas Größeren sich schon auf den 21. September, 20 Uhr, freuen. Da präsentieren die Pyromantiker Berlin unter dem Titel „Die Zeit tickt von der Wand“ einen „hoffnungslos nostalgischen, von Tee und Wodka durchtränkten Abend“. Eine szenische Lesung von Satiren und Texten von Sostschenko, Tschechow und Puschkin.

Dazu werden Filme mit Hase & Wolf, original Schallplatten mit traditionell russischer und sowjetischer Musik, Tee aus dem Samowar, gezuckerte Moosbeeren, Wodka und Russisch Brot gereicht (auch am 22. September, 20 Uhr).

Die Compagnie Freaks und Fremde aus Dresden bringen am 29. September erstmals ihr Stück „Der Bau“ (siehe gr. Foto) nach Franz Kafka auf die Bühne. Erzählt wird von einem Mann, der in einem von ihm selbst gebauten unterirdischen Bau lebt, der Schutzraum und Vorratskammer zugleich ist. Doch Geräusche, die von außen kommen, wecken seine Angst. Den Theaterthriller über Isolation, Angst und Einsamkeit gibt es nochmal am 30. September, 19 Uhr, zu sehen. Weitere Informationen zum Spielplan, zu Tickets und Preisen gibt es online.

Datum: 19.09.2018 Text: Ulf Teichert Bild: André Wirsig