Farradfreundliche Donaustraße: Asphalt statt Pflaster

Donaustraße Neukölln

Umbau der Donaustraße sieht Mittel zur Tempo-Begrenzung vor.

Mit einigen Wochen Verspätung soll in diesen Tagen der Umbau der Donaustraße starten. Das Ziel ist es, die Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger zu verbessern. Einige Anwohner zeigten sich in der Vergangenheit jedoch skeptisch, dass dieses Ziel auch erreicht wird.

Wie schon anderswo im Bezirk wird die Straße im Bereich zwischen Reuterstraße und Schönstedtstraße umgestaltet. Außerdem gehören die Pannierstraße zwischen Donaustraße und Sonnenallee und der Knotenpunkt Donaustraße/Anzengruberstraße zu diesem Bauabschnitt. Die Fahrbahn wird asphaltiert und etwas schmaler, nämlich nur noch 4,85 Meter breit. Das soll sie sicherer und komfortabler für Radfahrer machen, hieß es zur Ankündigung der Arbeiten aus dem Bezirksamt. Tatsächlich ist Kopfsteinpflaster für Pedalritter nicht nur ein unangenehmer Untergrund, sondern steigert speziell bei Nässe die Sturzgefahr und erschwert im Ernstfall Bremsvorgänge. Insofern ist eine ebene Oberfläche sicher ein Gewinn.

Tempo-Bremsen

Der Haken: Auch für Autofahrer ist Asphalt angenehmer. In Anwohnerveranstaltungen, die im Zusammenhang mit den Bauarbeiten im Gebiet rund um die Karl-Marx-Straße stattgefunden haben, wurde immer wieder die Befürchtung geäußert, dass Kraftfahrzeuge zukünftig schneller durch die Donaustraße fahren würden und somit der Sicherheitsvorteil ausgehebelt wird.

Engere Kreuzungen

Solche Befürchtungen hatten sich vor einigen Jahren nach dem Umbau der Braunschweiger Straße bestätigt. Um dem vorzubeugen, werden beim jetzigen Umbau einige Vorkehrungen getroffen, um das Tempo zu drosseln. So wird es an den Kreuzungen mit der Schönstedtstraße und der Weichselstraße „Gehwegvorstreckungen“ geben – sprich: Einige Meter rund um die Kreuzung wird die Fahrbahn enger. Das soll auch das Überqueren der Straße für Fußgänger sicherer machen.

Gehwege bleiben

Weiter nordwestlich, in Höhe der Rixdorfer Grundschule, wird die Fahrbahn zur Geschwindigkeitsreduzierung verschwenkt. Weniger für Radfahrer, sondern für Schulkinder wichtig: Auf Anregung von Anwohnern werden im Rahmen der Umgestaltung des Bereichs vor der Grundschule Schutzgitter vor den Schulausgängen installiert. Darüber hinaus wird es Bänke und Fahrradbügel geben. Dieser Teil der Umbauarbeiten wird allerdings erst im Jahr 2019 beginnen.

Budget für Donaustraße: 850.000 Euro

In diesem Jahr geht es mit den Gehwegvorstreckungen zwischen Schönstedt- und Weichselstraße sowie der Fahrbahn-Asphaltierung von Schönstedt- bis Fuldastraße los. Die Parkstreifen seitlich haben nach dem Umbau weiterhin Kopfsteinpflaster. Eine komplette Sanierung der Gehwege – auch die hatten sich viele Anwohner im Vorfeld gewünscht – ist aus Kostengründen nicht vorgesehen. Sie würde nicht in das Budget von rund 850.000 Euro passen. Während der Baumaßnahmen wird die Donaustraße größtenteils halbseitig gesperrt und nur als Einbahnstraße in Richtung Südosten befahrbar sein. Für die Asphaltierungsarbeiten sind dann allerdings vereinzelt auch kurze Vollsperrungen nötig, über welche die Anlieger durch die Baufirma rechtzeitig informiert werden, so das Bezirksamt.

24.9.2018, Text: Redaktion, Bild: Oliver Schlappat