So läuft es auf der Karl-Marx-Allee

Zweite Bauphase auf der ehemaligen Prachtstraße wird vorbereitet.

Mehr Platz für Radfahrer, neue Gehwege und mehr Grün: Die Karl-Marx-Alle wird seit Juni umgebaut. Aus der in die Jahre gekommenen ehemaligen DDR-Vorzeigestraße soll wieder eine Allee werden, die von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern gerne genutzt wird. Bislang laufen die Arbeiten weitestgehend planmäßig, wie der Sprecher der Verkehrsverwaltung, Matthias Tang, auf Anfrage des Abendblatts mitteilte. Aufgrund des verspäteten Baubeginns und der späten Fertigstellung einer Baumaßnahme in der parallel verlaufenden Holzmarktstraße kam es zwar zu einer Verzögerung von eineinhalb Monaten, die Einhaltung des geplanten Fertigstellungstermins im Sommer 2020 sieht er aber nicht in Gefahr. „Ab der 43. Kalenderwoche erfolgen schon Leitungsbauarbeiten im Bereich der Nordseite, um Verzüge weitgehend aufzuholen“, erklärt er.

Im Zeitplan

Derzeit werden die südlichen Fahrbahnen und Gehwege umgebaut. Gleichzeitig finden laut Tang umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt der Bestandsbäume statt. Außerdem wird die bisherige Beleuchtung ausgebessert. Die Gehwege erhalten sogar eine komplett neue Gehwegbeleuchtung. Auch sie soll dem früheren Design der Straße entsprechen. Die Bauarbeiten an den Gehwegen sollen auch im kommenden Jahr weitergehen. Autofahrer sollen die Straße in Richtung Osten aber pünktlich zum Beginn der zweiten Phase Anfang des Jahres 2019 wieder befahren können. Derzeit stehen zwischen Alexanderstraße und dem Straußberger Platz im Mittelstreifen zwei Fahrspuren und eine Radfahrspur zur Verfügung. Noch keine Einschränkungen gibt es für den Verkehr, der in Richtung Alexanderplatz aus dem Osten kommt. Rund zwei Jahre sind für den Umbau der 800 Meter langen Magistrale vorgesehen. Ab Sommer 2020 soll es also auf der Karl-Marx-Allee nur noch zwei statt der bisher drei Fahr-streifen pro Richtung geben. Dafür haben Radler auf abgetrennten und bis zu vier Meter breiten Sicherheitsstreifen mehr Platz für sicheres Fahren. Die Gehwege werden in Anlehnung an den historischen Bestand mit vielen Sitzbänken, mehr Bäumen und Fahrradbügeln ausgestattet.

Mehr Platz

Auf einem neuen zehn Meter breiten Mittelstreifen sollen aber auch 165 Parkplätze angelegt werden. Die Gesamtkosten für die umfangreichen Umbauten betragen rund 13,2 Millionen Euro. Die Straßen-Modernisierungen sind aber nicht das einzige Bauvorhaben, das Bezirk und Senat auf der ehemaligen Prachtallee planen. Zwischen Alexanderplatz und Schillingstraße sollen in den kommenden Jahren sechs neue Pavillons entstehen. Die gläsernen Bauten waren erst in der letzten Bezirksverordnetenversammlung Mitte Thema. Die Mehrheit der Fraktionen sprach sich dabei erneut für ihren Bau aus.

Datum: 30. September 2018, Text: Katja Reichgardt, Bild: Bild: imago/Raimund Müller