Pergamon auf der Museumsinsel

Gegenüber dem Bode-Museum gibt es ab November die antike Metropole als Panorama zu sehen.

Der Blick fällt auf alte Tempelanlagen und hügelige Landschaften, davor baut sich eine römische Stadtanlage auf. Yadegar Asisis Panorama zeigt die griechisch-antike Stadt Pergamon und kommt ab dem 17. November zurück auf die Museumsinsel. Im temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ gegenüber dem Bode-Museum wird das Ausstellungsprojekt „Pergamon. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ präsentiert – mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama des Künstlers Asisi. Insgesamt 80 antike Skulpturen sollen dann in dem rund 2.000 Quadratmeter großen Gebäude zu sehen sein.

Neue Einblicke

Das Panorama führt die Besucher zurück in das Jahr 129 nach Christus und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Yadegar Asisi rekonstruiert den Zustand der Stadt in der hohen römischen Kaiserzeit unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-138 nach Christus). Eingebettet in die Terrassen der Akropolis auf dem 300 Meter hohen Burgberg fügen sich monumentale Bauwerke, darunter mehrere Tempel und ein riesiges Theater in die bergige Landschaft ein. Bereits 2011/2012 lockte das Panorama rund 1,5 Millionen Besucher auf die Museumsinsel, nun kommt es moderner aufbereitet zurück. In enger Abstimmung mit Archäologen des Museums sind etwa 40 neue Alltagsszenen entstanden, die ab November im Panorama zu sehen sind. Nicht zuletzt ist hier der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen baulichen Kontext auf der Akropolis zu erleben.

Schon 2012 gab es die Idee, das Panorama nachzunutzen, da absehbar war, dass der Pergamonaltar 2014 geschlossen werden würde. Erst 2024 wird er wieder im Original zu besuchen sein. Bis dahin soll das temporäre Ausstellungsgebäude als Ersatz dienen. Hinzu kommen virtuelle Visualisierungen wie etwa die 13 mal sieben Meter große Videoprojektion des Pergamonaltars und eine zwölf mal neun Meter große Lichtinstallation, die den Telephos-Fries des Altares eindrucksvoll in Szene setzt. Diese Installation simuliert die sich im Laufe des Tages ständig verändernde natürliche Beleuchtung der Skulpturen auf der Akropolis von Pergamon. Kombitickets für „Pergamonmuseum. Das Panorama“ und das Pergamonmuseum kosten 19 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Inhaber des Museumsinsel-Tickets, des Museumspasses Berlin, der Welcome Card Museumsinsel sowie der Jahreskarten Basic und Classic zahlen sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt.

Datum: 3. Oktober 2018, Text: Redaktion, Visualisierung: 2018 (c) asisi