In den Kitas fehlen Fachkräfte

Bürgermeister Michael Grunst fordert Senat zum Handeln auf

Lichtenberg wächst. Die vom Berliner Senat für den Bezirk prognostizierte Anzahl der Kinder im Vorschulalter wurde 2017 um 923 Kinder übertroffen. Damit leben im Bezirk derzeit 21.319 Kinder unter sieben Jahren..

Vor wenigen Tagen hat das Bezirksamt seinen jährlichen Kindertagesstätten-Entwicklungsplan 2018 (KEP) beschlossen: Er reagiert auf die tatsächliche Entwicklung, ist die Grundlage zum Schaffen weiterer Kitaplätze und dient dem Bezirksamt als Planungsgrundlage und Steuerungsinstrument. „Der Ausbau von Kitaplätzen hat im Bezirk Priorität! In den kommenden Jahren werden weitere 3.700 Kitaplätze geschaffen.

Mehr als 111 Millionen Euro werden so hier in den Kita-Ausbau investiert.“, sagt Bezirksstadträtin Katrin Framke (parteilos, für Die Linke) Allein seit 2017 seien weitere 757 Kitaplätze neu geschaffen und rund 23 Millionen Euro für den Neu- und Ausbau von Kitas investiert worden. Trotz aller Anstrengungen könne der Kitamangel aber nicht allein über den Neu- und Ausbau von Kitas bewältigt werden. Laut Lichtenbergs aktuellem Kindertagesstätten-Entwicklungsplan bleiben aufgrund des Fachkräftemangels rund 1.000 Kitaplätze ungenutzt: Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) sieht darin das zentrale Problem: „Berlin braucht jetzt Lösungen für eine bessere Bezahlung, Anreize für eine Erzieherausbildung aufzunehmen und genügend Ausbildungskapazitäten. Für die kommenden Jahre wird ein Defizit von 5.000 Stellen vorhergesagt.

Neben den gewaltigen Anstrengungen zum Ausbau von Kitaplätze, ist es vor allem die Aufgabe der zustän-digen Senatsverwaltung, dem Fachkräftemangel mit wirksamen Maßnahmen zu begegnen.“

Datum: 19.Oktober 2018, Text: red, BILD: XXXX