Gute Zukunftsperspektiven

Das Projekt „Geflüchtete in Arbeit“ macht sich stark für Frauen.

Geflüchtete bei der Integration in die Arbeitswelt unterstützen – das ist das Ziel des von Bürgermeisterin Angelika Schöttler und der Wirtschaftsförderung initiierten Projekts „Geflüchtete in Arbeit“. Bereits im Jahr 2016 startete die Aktion mit vollem Erfolg. Hier sollen Frauen auch aktiv in den gewerblich-technischen Bereich des Arbeitsmarktes vermittelt werden. Eine aktuelle Erfolgsstory dafür liefert die Firma India – Dreusicke. Durch eine Teilnahme am Projekt „Geflüchtete in Arbeit“ konnte Frau H. (Name soll hier nicht vollständig genannt werden) nach Feststellung ihrer Kompetenzen eine feste Stelle in der Qualitätssicherung antreten.

Ein stolzes Ergebnis

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die bei India – Dreusicke zu Besuch war, ist sehr erfreut: „Fast 300 Geflüchteten wird mit diesem Projekt eine Zukunftsperspektive geboten und mittlerweile unterstützen uns 24 Unternehmen dabei. Das ist ein stolzes Ergebnis. Mir ist wichtig, dass dabei sehr viel Wert auf die Bedürfnisse von Unternehmen und der Geflüchteten gelegt wird. Das Projekt ist nämlich sozial aber auch wirtschaftlich von großer Bedeutung. Integration geht am besten durch Arbeit und der Fachkräftemangel im Bezirk kann gleichzeitig abgedeckt werden.“ Geschäftsführer Thomas Dreusicke ist ebenfalls sehr zufrieden mit dem Projekt: „Soziales Engagement und Vielfalt stehen bei uns ganz weit oben. Wir freuen uns bei der Integration und Unterstützung von Geflüchteten mitwirken zu können.“ Das Projekt sei eine absolute Bereicherung für das Unternehmen.

India – Dreusicke besteht seit 1929 in Berlin und stellt Kunststoff-Produkte für diverse Unternehmen her, wie zum Beispiel die Gehäuseboxen für Fritzbox. Mit ihrem Maschinenbau-Studium sei Frau H. sehr gut im Unternehmen aufgehoben, sagt Thomas Dreusicke.

Kollegiale Aufnahme

In ihrer neuen Tätigkeit prüft sie die Qualität und Musterung der Produkte darauf, ob sie mit den Wünschen der Kunden übereinstimmen. Es ist also eine verantwortungsvolle Aufgabe. Der Weg dorthin sei nicht einfach gewesen, erklärt sie. Im Iran war Frau H. im Marketingmanagement für eine ganze Abteilung zuständig. Die Umstellung in Deutschland sei ihr zunächst schwer gefallen, vor allem mit der deutschen Sprache. „Ich habe mich teilweise gefühlt wie eine Analphabetin“, sagt sie. Die freundliche und kollegiale Aufnahme bei India – Dreusicke habe ihr geholfen, sich noch schneller im Unternehmen einzuarbeiten.

Datum: 30. Oktober 2018, Text: Redaktion, Bild: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg