Präzise Bilder für Forschung

Das Max-Delbrück-Centrum in Buch begrüßte 5.000. Studienteilnehmerin

Mit ihrem Engagement leisten Menschen wie unsere 5.000. Probandin Annett Anacker einen riesigen Beitrag für die Gesundheitsforschung in Deutschland“, sagt Professor Thoralf Niendorf, Projektleiter Bildgebung im NAKO-MRT-Zentrum auf dem Campus Berlin-Buch. „In Kürze werden wir mit der Auswertung der Daten beginnen und Normwerte für Niere und Herzfunktionen ableiten, die große Bedeutung für die klinische Praxis haben.“

Anonymisierte Daten

Annett Anacker aus Berlin ist eine von insgesamt 200.000 Menschen im Alter zwischen 20 und 69 Jahren, die für die NAKO-Gesundheitsstudie untersucht und dann über einen Zeitraum von bis zu 30 Jahren beobachtet werden. Die Auswertung ihrer anonymisierten Daten trägt dazu bei, die Ursachen von Volkskrankheiten wie Krebs, Diabetes, Demenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu finden, sie früher als bisher zu erkennen und besser vorzubeugen.

Zu den drei Berliner Studienorten zählt das MDC auf dem Wissenschaftscampus in Buch. Hier werden bis zum Abschluss der Studie 6.000 der insgesamt 30.000 Teilnehmenden aus Berlin und Brandenburg mit einem 3.0-Tesla-Magnetresonanz-Tomographen (MRT) untersucht. Im MRT werden mittels Radiowellen und eines starken Magnetfelds hochpräzise Bilder erstellt.

Eine Strahlenbelastung wie beispielsweise in der Röntgen- oder in der Computernbildgebung gibt es nicht. Kopf und Gehirn, Wirbelsäule, Herz, Brustkorb, Bauch und Becken werden im Ganzkörper-MRT schichtweise abgebildet und die verschiedenen Organe und Gewebe hochauflösend dargestellt. Weil alle fünf NAKO-MRT-Zentren im Bundesgebiet die gleichen Magnetresonanz-Tomographen einsetzen, können vergleichbare Bilder und Daten erzeugt werden. Sie sind eine wertvolle Ergänzung der anderen in der NAKO erhobenen Gesundheitsdaten.

Freiwillige Teilnahme

An der Studie kann nur teilnehmen, wer ein Einladungsschreiben von einem der 18 NAKO-Studienzentren erhält. Die Auswahl erfolgt nach dem Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern. Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig und kann jederzeit zurückgezogen werden. Die Studie wird in den ersten zehn Jahren mit 210 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesforschungsministeriums, der Länder und der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert.

Initiiert haben die NAKO die Helmholtz-Gemeinschaft, Universitäten, die Leibniz-Gemeinschaft sowie Einrichtungen der Ressortforschung. Der extra für die Studie gegründete Verein mit Sitz in Heidelberg führt die NAKO durch und fördert damit die nationale und internationale Wissenschaft und Forschung im Bereich der Epidemiologie.

Datum: 08. Dezember 2018 Text: M. Wolf Bild: MDC