Sind die Medien unantastbar?

Eine Analyse anhand des Beispiels Fußball.

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Medien sind überall und beeinflussen den Alltag eines jeden Menschen sehr stark. Selbst wenn Sie sich nicht aktiv mit einem Thema beschäftigen, dringen gewisse Schlagworte und Schlagzeilen durch die Medien in Ihr Unterbewusstsein ein. Daher sollte die Frage gestellt werden, ob Medien unantastbar sind, ob Ihre Rolle einen zu großen Anteil in der Gesellschaft einnimmt und wie stark sich diese Macht auf einen Sport wie den Fußball auswirkt.

Meinungsbildung und Manipulation

Die Medien haben die Möglichkeit Leserinnen und Leser, Zuschauer und Zuschauerinnen nach Ihren eigenen Wünschen zu beeinflussen. Oftmals tendieren Nutzerinnen und Nutzer dazu nur ein Medienmedium zu beziehen, weswegen Sie sich sehr stark von der hierin vertretenen Meinung beeinflussen lassen. Doch ebendies kann fatale Folgen haben. Es zeigt sich am Beispiel des Fußballs recht schnell, dass die Medien den Blickwinkel des Betrachters gezielt manipulieren. So hieß es noch kurz vor der WM im Jahre 2010, dass ein unbekannter Spieler in der deutschen Nationalelf aufgestellt sei.

Schnell stellten die Medien die Frage in den Raum, ob der damals noch unbekannte junge Thomas Müller den Ansprüchen genügen können. Bereits diese Schlagzeilen beeinflussten zahlreiche Zuschauer im Vorfeld negativ und stellten den jungen talentierten Sportler in den Schatten. Doch eben an dem Beispiel Thomas Müller lässt sich feststellen, wie schnell Medien ihre Meinung ändern können. So kam nach seinem ersten Match, bei dem er eine wundervolle Vorlage und ein Tor erzielte, ein absoluter Presse-hype um ihn zustande.

Ein nicht zu unterschätzender Einfluss

Anhand des bereits genannten Beispiels lässt sich deutlich bestellen, wie stark der Einfluss der Medien ist. Sie entscheiden über den Blickwinkel, den ein Mensch bezüglich einer Person, eines Vereines oder einer ganzen Sportart einnimmt. Doch nicht nur dies ist die Macht der Medien. Hierzu ist anzumerken, dass es sich bei Medien nicht nur um Zeitschriften, Tageszeitungen oder soziale Plattformen handelt. Ebenso muss bedacht, werden, dass Medien für Werbung von Produkten, Firmen und Marken sorgen.

Am Beispiel des ehemaligen Trainers Peter Neururer lässt sich erkennen, dass die Medien sogar das Ende einer Karriere beschreiben können. So wurde ihm die Stelle als Trainer gekündigt, da sein damaliger Verein der VFL Bochum jedoch einen Sponsoring-Vertrag mit der Marke „Booster“, welche einen Energy-Drink vermarktet, abschloss. Neururer hingegen trat zu dem damaligen Zeitpunkt in einem Fan Talk auf, welcher von Bitburger finanziert wurde, was für den eigentlichen Sponsoren des Vereins einen untragbaren Fauxpas darstellte.

Bild: signuversum/Michal Kry?ski