Gebrauchtes zum kleinen Preis

Gut erhaltene Dinge suchen Käufer und finden neue Verwendung.

Die vielen, gut erhaltenen Gebrauchtwaren, die in den vergangenen Wochen im Rahmen der Initiative Re-Use – ins Leben gerufen von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz – gesammelt wurden, stehen aktuell in einem Pop-Up-Store zum Verkauf. Zum kleinen Preis finden Hausrat, Kleinmöbel, Kleidung und Co. neue Besitzer und neue Verwendung. Der Erlös kommt Zero-Waste-Projekten zu Gute. An den nächsten beiden Adventswochenenden ist der Pop-Up-Store im CRCLR-Haus (Circular Economy House) an der Rollbergstraße 26 geöffnet. Außerdem gibt es Infostände zahlreicher Zero-Waste-Initiativen und ein umfangreiches, kostenloses Begleitprogramm mit Workshops, Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen. Der Pop-Up-Store hat nochmals vom 14. bis 16. Dezember – Freitag von 10 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Weniger Müll

Unter dem Motto „Wiederverwenden statt wegwerfen“ wirbt die Initiative Re-Use für die verstärkte Wiederverwendung von Gebrauchtwaren, für weniger Müll und für ökologischere Produktionskreisläufe. Senatorin Regine Günther: „Viel zu oft landen funktionsfähige Dinge im Müll und mit ihnen alles, was drin steckt: Rohstoffe und Energie. Dabei können andere diese Gegenstände noch gut gebrauchen. Wiederverwendung ist aktiver Ressourcen- und Klimaschutz: Denn was nicht neu produziert wird, verbraucht weder wertvolle Rohstoffe, noch Öl, Gas oder Kohle.“

Kaufhaus der Zukunft

Die Initiative Re-Use wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Der Senat will die Wiederverwendung von Gebrauchtwaren dauerhaft in Berlin etablieren und die Kreislaufwirtschaft stärken. Um die Wiederverwendung breit in der Stadtgesellschaft zu verankern, wird die Senatsverwaltung eine Initiative für ein „Kaufhaus der Zukunft“ starten, in dem gute, gebrauchte Produkte verkauft werden. Es soll dort auch Reparaturmöglichkeiten für defekte Gegenstände geben, die sonst weggeworfen würden. Darüber hinaus sollen die bestehenden Sozialkaufhäuser in Berlin und die Re-Use Initiativen besser vernetzt werden. Die Initiative Re-Use will den Gebrauchtwarenmarkt in Berlin für alle attraktiver machen.

Durch Aktionen und die Vernetzung mit Zero-Waste-Akteuren und -Organisationen soll eine nachhaltige Bewegung für einen ökologischeren Stoffkreislauf, mehr Wiederverwendung und weniger Abfall etabliert werden. Partner der Initiative sind unter anderem die Berliner Stadtreinigung (BSR), das Circular Economy House (CRCLR), ALBA, BUND, Grüne Liga, der Ökomarkt am Kollwitzplatz und der Ökomarkt an der Akazienstraße. Weitere Infos gibt es hier

Datum: 13. Dezember 2018, Autor: red, Bild: Thinkstock/iStock/Jedraszak