Vintage-Mode – Tor zu einer vergangenen Zeit

Wenn Kleidungsstücke zu modischen Klassikern werden.

Schulterpolsterjackett, Strickjacke mit Glitzerapplikationen, Lederjacke mit Nieten oder die Flower-Power Schlaghose – Vintage steht für den Look einer vergangenen Zeit. Dabei lassen sich die besonderen Fundstücke im Kilopreis in Secondhand-Läden zwischen viel Ramsch günstig ergattern. Jedoch gibt es sie ebenfalls in Designer-Secondhand-Läden. Tolle Sachen von Fendi oder Chloé, die schon ein viertel Jahrhundert Bestand haben. Zudem finden sich hier die Liebhaberstücke und zeitlosen Klassiker. Wer Vintage-Mode sucht, wird meist irgendwo zwischen billig und teuer fündig. Also bei den Stücken, die eher ausgefallen oder sehr speziell sind und zudem ein bestimmtes Jahrzehnt repräsentieren. Wie Neonleggins, Cat-Eye-Sonnenbrille oder Flanellhemd.

Vintage – nachhaltiger Weggefährte

Ob man sich nun als Modeliebhaber oder Sparfuchs auf die Suche macht, um sich die besonderen Stücke zu sichern – einige Dinge sollten gerade bei Vintage-Mode beachtet werden. Denn neben den positiven Aspekten wie dem Schonen der Geldbörse und der Umwelt ist Vintage nicht gleich Vintage. Vintage, das sind Kleidungsstücke, die mit der Zeit zu modischen Klassikern wurden. Im Gegensatz zu „normalen“ Altkleidern verlieren diese nicht so schnell an Wert. Zudem lassen sich diese immer noch kombinieren mit aktuellen, sich im Trend befindenden Outfits. Dabei ist ein Vintage-Stück zudem ein Statement, mit dem sich damals wie heute die Blicke anziehen lassen. Zeitlose Vintage Brillen bietet ebenfalls Lunettes Kollektion. Wie einst Audrey Hepburn mit der Cat-Eye-Sonnenbrille bestechen die Modelle mit dem Charme vergangener Tage in moderner Symbiose.

Individualität hervorheben

Dabei ist das Stöbern und Finden von Vintage-Mode ein wenig wie das Sammeln und Jagen. Denn mit Vintage lässt sich der individuelle Stil prägen und kreieren. Eine Option letztendlich, die aus dem Angebot der Massenmode geboren ist. Denn mit dieser ist es nur schwer möglich, sich einen eigenen Stil anzueignen. Zudem ist das Tragen eines Produktes über lange Zeit hinweg besonders nachhaltig. Schließlich wurden die Ressourcen für dieses bereits verwendet. So ist das Vintage-Konzept ebenfalls ein Ausdruck gegen die Wegwerfmentalität. Besonders dieser Gedanke ist es, der viele modisch bewusste Menschen antreibt. Nachhaltigkeit und das Ablehnen von Fast Fashion. Dabei stehen ganz klar der Umweltschutz und die Ressourcenschonung im Mittelpunkt.

Auf Qualität achten

Ebenso interessant an der Vintage-Mode aus zweiter Hand ist der Wiederverkaufswert. Denn wer nicht impulsiv handelt, seine Preise vergleicht und in Marken wie Versace, Chanel, Burberry oder Hermes investiert, verliert oftmals kaum Wert. Ebenso lassen sich Taschenmodelle, Halstücher, Schuhe oder auch Schmuck nach einer Weile weitervermitteln. Für viele ist dies ein ansprechender Gedanke, zu wissen, dass sie Teil des Weges dieses Stücks Vintage-Mode waren. Doch besonders die Individualität in Kombination mit Nachhaltigkeit sagt vielen in der Szene zu. Gerade die 60er und 70er Jahre mit ihren Mänteln und Kleidern sind aktuell sehr beliebt. Dabei sollten die Vintage-Stücke eher als Eyecatcher genutzt werden und nicht, als komplettes Outfit.

Bei allen Facetten der Vintage-Mode ist allerdings die Qualität entscheidend. Nur weil etwas alt ist, muss es nicht zerfleddert aussehen. Zudem ist die Pflege der Stücke wichtig. Denn optimalerweise halten diese noch einmal 30 Jahre oder mehr. So wird Vintage-Mode zu einem Erlebnis, fern ab der normierten Stangenangebote in Massenfertigung. Eine Art Schatzsuche, die mehr verlangt, als einen Laden zu besuchen und ein Shirt abzugreifen.

Bild: Pexels