Jugendverkehrsschule Moabit gesichert

Moabiter Standort bleibt offen – und wird saniert.

Seit Jahren setzen sich Anwohner und Nutzer für die Sicherung der Jugendverkehrsschule Moabit in der Bremer Straße ein. Nun scheint ihr Erhalt gesichert. Das zumindest teilt das Bezirksamt in einer Antwort auf die Anfrage des FDP-Fraktionsmitglieds Felix Hemmer mit. Darin kündigen sie zudem einen Notartermin an, bei dem die Rückübertragung des Einfahrtsgrundstücks zur Verkehrsschule an den Bezirk festgesetzt werden soll. Denn dieser Teil der Verkehrsschule gehört seit 1967 der Gewobag, die auf dem Nebengrundstück Wohnungen baut. Um eine Bebauung des Zugangs zur Jugendverkehrsschule und somit das Ende dieser zu verhindern, geht das Grundstück nun wieder an den Bezirk. Noch 2015 schien das Aus der Moabiter Verkehrsschule besiegelt, der Standort an der Gottschedstraße genüge für eine gute Radfahrausbildung aller Schüler im Bezirk, hieß es damals. Eltern und Anwohner sahen das jedoch anders. Schnell formierte sich Widerstand gegen die Pläne des Bezirksamts.

Dauerhafte Sicherung

Der Verein zum Erhalt der JVS freut sich nun über die dauerhafte Sicherung des Standortes, fordert aber auch eine schnelle Umsetzung der Sanierung beider bezirklicher Verkehrsschulen. Erst im Oktober erklärte Schulstadtrat Carsten Spallek in der Bezirksverordnetenversammlung, dass die nötigen Sanierungen an der Bremer Straße 10 und der Gottschedstraße 23 im kommenden Jahr erfolgen sollen. Geplant ist demnach nicht nur die Instandsetzung von Fahrbahnen, Grünanlagen und Freiflächen, sondern auch die Sanierung der Innenräume und Fassaden. „Die Verkehrsschulen sollen nicht gleichzeitig saniert werden“, erklärte Spallek zudem. So wird jeweils die andere Schule weiter von Schülern und Kindern geöffnet bleiben.

Sanierung geplant

Zunächst soll der Standort an der Bremer Straße modernisiert werden, anschließend der an der Weddinger Gottschedstraße. Da es sich bei den Standorten um außerschulische Lernorte handelt, sind auch Mittel für Schulen aktivierbar, so Spallek. Eigentlich wäre eine Sanierung im Winter optimal, da die Schulen jeweils nur in den Monaten von April bis Ende Oktober geschlossen haben. Vor April 2019 dürfte die Modernisierung nach aktuellem Stand aber nicht durchgeführt werden

Datum: 24. Dezember 2018, Text: Katja Reichgardt, Bild: Thinkstock/iStock/LeManna