Solidarität nach rechter Hetze

Bürgermeisterin fordert schnelle Aufklärung von Straftaten an Fichtenberg-Gymnasium.

Das Fichtenberg-Gymnasium ist im letzten Monat mit drei Plakaten und zwei anonymen Schreiben für ihr Engagement im Rahmen des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angefeindet und verleumdet worden. Nun haben sich Bezirksbürgermeisterin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) und der Bezirkselternausschuss (BEA) mit der Schule solidarisiert.

Mündige Schülerschaft

„Mit Bestürzung habe ich die aktuellen Vorkommnisse rechter Gewalt und Hetze am Fichtenberg-Gymnasium wahrgenommen“, so die Rathauschefin. „Diese Straftaten müssen schnellstmöglich und uneingeschränkt aufgeklärt werden. Es steht außer Frage, dass die demokratischen Werte hochgehalten werden müssen. Hierzu gehört es, in den demokratischen Diskurs zu gehen.“ Es könne nicht sein, dass Plakate mutwillig zerstört und so die freie Meinungsäußerung unterbunden werden soll.

„Die Zunahme der Anfeindungen bis hin zu strafrechtlich relevanten Vergehen auf eine mündige Schülerschaft verurteilen wir auf das Schärfste“, erklärte die BEA-Vorsitzende Ulrike Kipf. „Der BEA unterstützt die Haltung des Fichtenberg-Gymnasiums, sich mit einer aktiven Schülerschaft mit den Ereignissen insbesondere der deutschen Vergangenheit kritisch auseinanderzusetzen und die Entwicklung der Schüler zu mündigen, reflektierten und demokratisch denkenden Menschen zu fördern.”

Das Fichtenberg-Gymnasium engagiert sich seit geraumer Zeit in der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Diese bietet Schülern die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln. Dem Netzwerk gehören bundesweit mehr als 2.800 Schulen an.

Datum: 10. Januar 2019. Text: Redaktion. Bild: A.Savin (Wikimedia Commons-WikiPhotoSpace)