Menschen mit Herz für Bäume gesucht

In Friedrichshain-Kreuzberg gibt’s die wenigsten Straßenbäume – Land Berlin ruft zum Spenden auf.

Die grünsten Straßen der Hauptstadt hat Steglitz-Zehlendorf. Das ist keine große Überraschung. Laut Angaben der Senatsverwaltung gibt es dort mehr als 60.000 Straßenbäume (Stand 2017). Das Bäume-Ranking wird fortgeführt von Reinickendorf mit rund 44.000 Bäumen, gefolgt von Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick, Berlins größtem Bezirk, mit je mehr als 43.000 Bäumen. Die wenigstens Bäume stehen an Friedrichshain-Kreuzbergs Straßen. Knapp 16.300 zählt der Bezirk und ist damit mit Abstand am schlechtesten bestückt.

Im Rahmen der Stadtbaumkampagne „Stadtbäume für Berlin“ sind im kommenden Frühjahr (14. Pflanzperiode seit Start der Kampagne) Neupflanzungen in Friedrichshain-Kreuzberg geplant. Über die Kampagne sucht das Land Berlin Menschen mit Herz für Bäume, die bereit sind, für neues Stadtgrün zu spenden. Wo ein neuer Baum im Bezirk geplant ist, zeigt die Liste der Baumstandorte hier. Hier können Interessierte einen Baum auswählen, für den sie spenden möchten. Dies ist noch bis zum 15. März möglich.

Teure Pflanzung

Junge und gesunde Bäume in der Schreinerstraße im Friedrichshainer Norden.

Bäume sind Wohltäter. Sie versorgen uns mit der nötigen Atemluft, spenden Schatten, verbessern das Klima, filtern den Feinstaub aus der Luft, bieten Lebensraum für viele Lebewesen und werten unser Umfeld auf. Bedauerlich, dass viele Straßenbäume, die in den vergangenen Jahren in Berlin gefällt werden mussten, aus finanziellen Gründen bisher nicht ersetzt werden konnten.

Das bedeutet einen Verlust an Lebensqualität, auch wenn Berlin mit rund 440.000 Straßenbäumen immer noch eine der grünsten Metropolen der Welt ist. Rund 2.000 Euro werden durchschnittlich benötigt, damit ein Berliner Straßenbaum gepflanzt und die ersten drei Jahre besonders gepflegt werden kann. Um den Berliner Straßenbaumbestand auf seinem hohen Niveau zu halten, werden Spenden benötigt.

Rest vom Senat

Mit einer Einzelbaumspende in Höhe von 500 Euro können Einzelpersonen oder Gemeinschaften für einen bestimmten Baum innerhalb einer Pflanzperiode spenden. Der Baum erhält dann ein Baumschild mit dem Namen des Spenders – wenn dieser das möchte. Beträge unter 500 Euro werden zu Sammelspenden zusammengefasst.

Sammelspender können den Bezirk bestimmen, in dem der Baum gepflanzt werden soll. Oder aber man spendet für einen Baum, der irgendwo in Berlin stehen wird. Generell gilt: Ganz gleich ob Einzelbaum- oder Sammelspende – sobald 500 Euro an Spendengeldern für einen Baum eingenommen wurden, gibt der Senat aus Mitteln des Landeshaushalts den Rest dazu. Detaillierte Informationen zur Kampagne gibt es hier.

Datum: 12. Januar 2019, Autor: red/sara, Bilder: Thinkstock/iStock/BrianAJackson, Sara Klinke