Fotografische Auseinandersetzung mit dem Tod

Noch bis März präsentiert das C/O Berlin „Das letzte Bild“ mit mehr als 400 Exponaten.

Das C/O Berlin bietet auch 2019 wieder einige neue Ausstellungen. Im neuen Jahr wird aber zunächst die im Dezember gestartete Ausstellung „Das letzte Bild“ fortgesetzt. Leben und sterben, lieben und loslassen – Bilder, Filme, Bücher oder Musik, die sich mit dem Tod beschäftigen, rühren unsere größten Ängste angesichts der Endlichkeit des Seins und der eigenen Vergänglichkeit an.

Die Fotografie ist nicht das erste Medium, das eingesetzt wurde, um den Tod zu bannen, ihn abzuwehren und auszuhalten. Aber kein anderes Medium hat seit seiner Erfindung um 1839 eine vergleichbare Auseinandersetzung in solcher Vielfalt an Anwendungen, Bildstrategien und Techniken hervorgebracht. Viele davon haben mit den spezifischen Eigenschaften der Fotografie zu tun: Einerseits wird ihr zugeschrieben, dass sie einen Schnitt durch Raum und Zeit lege und einen Moment festhalte, zum anderen werden die Bilder als unmittelbare Abbilder der Wirklichkeit wahrgenommen.

Die Ausstellung „Das letzte Bild . Fotografie und Tod“ präsentiert mit über 400 Exponaten ein in Umfang und Vielfalt bislang noch nie dagewesenes Spektrum an fotografischen Bildern vom Tod, die von den Anfängen der Fotografie bis in die Gegenwart reichen. Erstmalig werden einer großen Auswahl an künstlerischen Arbeiten eine Vielzahl von Beispielen aus der privaten, journalistischen, wissenschaftlichen Fotografie sowie Studiofotografie gegenübergestellt. Die Ausstellung hat bis zum 3. März geöffnet. Eintritt: zehn Euro.

Datum: 16. Januar 2019, Text: Redaktion, Bild: Andres Serrano, 2018 . Courtesy Galerie Nathalie Obadia, Paris/Bruxelles