Neukölln und Schönefeld rücken zusammen

Bezirk und Gemeinde forcieren ein gemeinsames Verkehrs- und Ordnungskonzept.

In einem sogenannten „Memorandum of Understanding“ haben Neukölln und die brandenburgische Gemeinde Schönefeld eine zukünftig engere Zusammenarbeit vereinbart. Schwerpunkt wird die Planung für ein gemeinsames Verkehrskonzept im Bereich Schönefeld Nord, Großziethen und die südlichen Neuköllner Ortsteile Rudow und Buckow sein. Neben einer Verlängerung der U7 gehören dazu insbesondere Wegeverbindungen für Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge. Darüber hinaus sollen die Ordnungsämter beider Kommunen künftig stärker zusammenarbeiten. Das Memorandum wurde von beiden Bürgermeistern, Martin Hikel und Dr. Udo Haase, dem Neuköllner Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann, sowie dem Vorsitzenden des Entwicklungsausschusses der Gemeinde Schönefeld, Olaf Damm, unterschrieben.

„Die Metropolregion Berlin endet nicht an den Stadtgrenzen. Und weil die gesamte Region sowohl innerhalb Berlins als auch in den umliegenden Gemeinden wächst, müssen wir dieses Wachstum gemeinsam gestalten. Die Menschen in Berlin und Brandenburg wollen eine funktionierende öffentliche Infrastruktur. Sie fragen nicht, wer für welches Teilstück zuständig ist, sondern wollen von A nach B kommen“, sagt Martin Hikel. Das Memorandum sei ein wichtiger Schritt und er erhoffe sich davon eine Signalwirkung für die ganze Stadt. Jochen Biedermann ergänzt: „Durch den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radinfrastruktur müssen wir den Verkehrsinfarkt verhindern.“ Mit attraktiven Angeboten werde nicht nur Bürgern der Alltag erleichtert, sondern gleichzeitig ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz getan.

Datum: 24. Januar 2019, Autor: Sara Klinke, Bild: imago/Marius Schwarz