Lichtenberger Unfallzahlen steigen weiterhin

7.771 Unfälle wurden im Bewzirk im Jahr 2017 gezählt.

Und wieder ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Lichtenberg im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Knallte es 2016 noch insgesamt 7.593 Mal auf unseren Straßen, wurden für 2017 7.771 Unfälle und damit eine Steigerung von knapp drei Prozent registriert. Auch die Zahlen für die ersten drei Quartale 2018 versprechen nichts Gutes: 5.979 Unfälle wurden zwischen Januar und September gezählt.

Drei Verkehrstote im vergangenen Jahr

Am Großteil der Unfälle – rund 70 Prozent – waren die Fahrer von Pkw beteiligt. Radfahrer und Fußgänger folgen in diesem Ranking im niedrigen einstelligen Bereich. Traurigstes Detail der Unfallstatistik, die der Abgeordnete Sebastian Schlüsselburg (Die Linke) im vergangenen Monat bei der Senatsverwaltung für Verkehr abgefragt hatte, war die Zahl der Verkehrsopfer im Jahr 2018: Den Tod zweier Radfahrer sowie eines Fußgängers listet da die Statistik. 109 Schwer- und 625 Leichtverletzte wurden zudem bei den Crashs der ersten drei Quartale 2018 gezählt.

Immer dieselben Unfallschwerpunkte

In den vergangenen zwei Jahren waren es immer wieder die selben Orte, an denen es besonders häufig krachte. Spitzenreiter dieser traurigen Parade bleibt der Bereich Frankfurter Allee / Gürtelstraße / Möllendorfstraße mit seiner hohen Verkehrsfrequenz und der besonderen Mischung aus Individual- und ÖPNV-Verkehr. Die in diesem Ranking folgenden Unfallschwerpunkte liegen fast alle an der Landsberger Allee räumlich nicht weit auseinander: Auf Höhe der Möbelmeile zwischen den Kreuzungen an der Rhinstraße und der Siegfriedstraße krachte es im Jahr 2017 rund 180 Mal. Eine besondere Steigerungsrate gibt es hier im Bereich Arendsweg: Mit 42 Unfällen musste hier eine Verdopplung zum Vorjahr registriert werden. In Lichtenbergs Mitte ist die Herzbergstraße in Höhe des Dong-Xuan-Centers mit 45 Unfällen im Jahr 2018 auffällig. In Neu-Hohenschönhausen werden die Bereiche an der Falkenberger Chaussee in Höhe Prerower Platz und Pablo-Picasso-Strasse / Egon-Erwin-Kisch Straße als Unfallhotspots genannt

Eine Entschärfung der  Umstände ist dringend notwendig

Für Sebastian Schlüsselburg, der als Abgeordneter diese Zahlen in regelmäßigen Abständen beim Senat abfragt, ist die jährlich stetig steigende Zahl der Verkehrsunfälle nicht hinnehmbar „Auf Grundlage des von rot-rot-grün beschlossenen Mobilitätsgesetzes müssen wir die Verkehrssicherheit insbesondere für Radfahrer und Fußgänger verbessern“, lautet seine Forderung.

Für das Jahr 2019 sei geplant, in allen Bezirken zwei Unfallhäufungsstellen zu behandeln und entsprechende Beschlüsse zur Optimierung der Unfallverhütung umzusetzen.  Schlüsselburg hat dazu schon Vorschläge: „Aus meiner Sicht gehört dazu der seit Jahren auf dem ersten Platz stehende Unfallschwerpunkt Frankfurter Allee / Möllendorffstraße / Gürtelstraße. Der zweite Ort sollte aus meiner Sicht einer sein, an dem Radfahrer besonders gefährdet sind. Hinweise aus der Bevölkerung nehme ich gern entgegen“, erläutert der Abgeordnete.

Datum: 30. Januiar 2018, Text: Stefan Bartylla, Bild: Imago / Seeliger