Neues von Neuköllns längster Baustelle

Die Karl-Marx-Straße hat es jetzt ins Kino geschafft.

Es ist die Kälte, die zurzeit die Arbeiten an den Baustellen im Sanierungsgebiet und Aktiven Zentrum Karl-Marx-Straße/Sonnenallee stoppt. Sobald es jedoch wärmer wird und der Boden wieder aufgetaut ist, geht es weiter. Neue Baumaßnahmen, ein neues Hostel im Kiez und die Chance auf noch mehr Fahrradplätze im Kiez – von den Neuigkeiten berichtet die Lenkungsgruppe der „Aktion Karl-Marx-Straße“ in ihrem aktuellen Newsletter.

Arbeiten ruhen

Auf der Karl-Marx-Straße ruhen die Arbeiten momentan. Sobald die Witterung es wieder zulässt, geht es weiter. Dann werden zwischen Briese- und Rollbergstraße die restlichen Bordsteine verlegt. Zwischen Rollberg- und Erkstraße werden die Leitungen weiter neu gelegt. Auch in der Donaustraße herrscht derzeit Baustopp. Vorher konnten die Arbeiten im Streckenabschnitt zwischen Schönstedt- und Fuldastraße weitgehend fertiggestellt werden. Drei der vier Gehwegvorstreckungen am Knotenpunkt Schönstedtstraße sind fertig. Die ausstehende vierte Straßenecke könne erst umgebaut werden, wenn die am Eckhaus fertig saniert ist (voraussichtlich im Spätsommer 2019), wird im Newsletter mitgeteilt. Aktuell soll nun an der Weichselstraße weitergebaut werden. Dort sind ebenfalls Gehwegvorstreckungen geplant.

Übrigens: Die Großbaustelle Karl-Marx-Straße ist Inhalt eines Filmes von Neuköllner Schülern. Der Titel „Ein tiefer Blick“ ist Programm, denn die jungen Filmemacher haben die Baustelle begleitet und eine erfrischende Auseinandersetzung mit Neuköllns längster Baustelle geschaffen. Premiere wurde bereits gefeiert. Es gibt eine zweite Vorstellung am 25. Februar, 10 Uhr, im Kino Passage, Karl-Marx-Straße 131.

Bauen am Weigandufer

Mitte Februar sollen die Arbeiten zur weiteren Umgestaltung des Weigandufers zwischen Fulda- und Innstraße beginnen. Bis Ende des Monats werden deshalb Rodungen durchgeführt. Dabei werden aber keine Bäume gefällt, sondern Wildwuchs und Sträucher entfernt. Anlässlich des Baubeginns wird vom Fachbereich Stadtplanung derzeit ein Informationsflyer erstellt, der an die anliegenden Eigentümer und Anwohner versendet und verteilt wird.

Neue Fahrradbügel

Diese Stadt soll fahrradfreundlicher werden. Und Neukölln ist auf einem guten Weg. Berlinweit hat der Bezirk in 2018 die meisten neuen Fahrradbügel aufgestellt. Mehr als 1.000 sind es an der Zahl. Das Straßen- und Grünflächenamt will in diesem Jahr weitere Abstellmöglichkeiten schaffen. Aktuell werden mögliche Standorte für neue Anlehnbügel ermittelt.

Neuer Tourismus-Hotspot

Auch in Neukölln steigen die Tourismus-Zahlen. Darum wird derzeit ein Tourismuskonzept von „visitberlin“ erarbeitet. Nichtsdestotrotz eröffnet am 12. Februar das Hostel „RixHouse“ an der Richardstraße 1. Das Haus will sich künstlerisch und kulturell an aktuellen Events in Neukölln beteiligen. Die Lenkungsgruppe der „Aktion Karl-Marx-Straße“ lädt alle Interessierten, die sich an der Entwicklung des Bezirkszentrums beteiligen möchten, zur nächsten Sitzung am 12. Februar, 19 Uhr, Richardstraße 5, ein. Detaillierte Infos zu allen geplanten Aktionen und Maßnahmen finden sich im Netz.

Datum: 03. Februar 2019, Autor: red, Bilder: Sandra Hoyn