Mehr Platz für Gründer am Ku’damm

Am Standort des ehemaligen Ku’damm-Karrees gibt es bald Coworking-Büros.

Viel ist nicht mehr übrig vom ehemaligen Ku’damm-Karree. Anstelle des heruntergekommenen Gebäudekomplexes aus den 1970er-Jahren entsteht hier ein neues Ensemble, das vor allem junge Leute in die City West locken soll. Die entsprechenden Pläne wurden jüngst vom Investor, der Cells Group, vorgestellt. Für viele Kritiker beruhigend: Eine Shopping-Mall wird hier nicht entstehen. Stattdessen plant Cells auf fast 100.000 Quadratmetern Platz für Büros und Coworking Spaces zu schaffen. Zusätzlich sind Konferenzräume, Gastronomie, ein Boutique-Hotel, eine Kita sowie ein modernes Fitnessstudio inklusive Schwimmbad in Planung. Wohnungen wird es hingegen keine geben.

Unter dem Projektnamen „Fürst“ sollen junge Gründer und Startups an den Kurfürstendamm geholt werden. „Die zentrale Lage direkt am pulsierenden Kurfürstendamm, dem Herzen der Berliner City-West, macht das Fürst zu einer erstklassigen Adresse mit optimaler Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr“, wirbt Cells auf seiner Webseite. Vorgesehen ist dann auch ein Parkhaus für 800 Autos und bis zu 1.000 Fahrräder. Auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge, ein Fahrradverleih und eine Fahrradwerkstatt gehören zum Konzept. Im Innenbereich soll außerdem ein öffentlicher Stadtplatz entstehen – mit Zugang zum neuen Theater oder Geschäften.

Für Letztere sind rund 12.000 Quadratmeter vorgesehen. Die Theaterbühne der aktuell noch ins Schillertheater ausquartierten Komödie am Kurfürstendamm soll ab 2022 im Keller des Gebäudes bespielt werden. Bereits 2020 öffnet die Ausstellung „Story of Berlin“ wieder ihre Türen für Besucher. Sie hatte zuvor lange um ihren Fortbestand in dem Ensemble gekämpft. Die Fertigstellung des gesamten Fürst-Projekts ist für Herbst 2022 vorgesehen.

Datum: 8. Februar 2019, Text: Redaktion, Bild: Cells