Neubau einer modularen Kindertagesstätte

Lichtenberg: Frankfurter Allee Süd bekommt Einrichtung für 136 Kinder

Lichtenberg benötigt dringend weitere Kitaplätze. Das gilt auch für den Stadtteil Frankfurter Allee Süd. Auf dem brachliegenden Grundstück zwischen der Kita Harnackstraße 7/9 und der Hermann-Gmeiner-Grundschule wird daher eine neue Kindertagesstätte gebaut. Um den Komplex schnell, qualitätsvoll und wirtschaftlich errichten zu können, hat das Land Berlin sich für eine modulare Bauweise entschieden.

An dem genannten Standort entsteht deshalb ein sogenannter MOKIB (Modulare Kita-Bau). Es wird eine dreigeschossige, in Holzbauweise errichtete Kita für maximal 136 Plätze entstehen. Ein individuell gestalteter Garten- und Spielbereich wird ebenfalls Bestandteil der neuen Kita sein. Träger wird der Eigenbetrieb Kindergärten NordOst, der auch die benachbarte Kita „The Animal House“ betreibt.

Flächen entsiegeln

Baubeginn ist höchstwahrscheinlich im November dieses Jahres. Die Bauzeit soll ein Jahr betragen. Die Eröffnung und Inbetriebnahme der Kita ist für die erste Jahreshälfte 2021 geplant. Im Vorfeld müssen jedoch einige bauvorbereitende Maßnahmen erfolgen, wie zum Beispiel Baumfällungen und Abbruch der versiegelten Fläche. Im Rahmen dieser Maßnahme werden bis Ende Februar sechs Bäume gefällt.

Die dreigeschossige Variante M150 der MOKIB wurde durch die Münchner Generalplaner karlundp entwickelt. Typ M120Z mit bis zu 136 Plätzen ist ein kompakter Riegel. Der größte MOKIB Typ M150Z hat maximal 170 Betreuungsplätze und setzt sich aus einem dreigeschossigen Riegel und einem zweigeschossigen Anbau zusammen. Beide Typen sind mit einer Zubereitungsküche ausgestattet.

Verkürzte Bauzeit

Das Projekt MOKIB (Modulare Kita-Bauten für Berlin) startete 2017. Ziel des Projekts ist der kurzfristige Neubau von Kitas verteilt im gesamten Stadtgebiet. Das Abgeordnetenhaus von Berlin ermöglicht mit SIWANA (Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Errichtung eines Nachhaltigkeitsfonds) diese Baumaßnahme. Im Rahmen eines Architekturwettbewerbs wurden vier Typenentwürfe zur Realisierung ausgewählt.

Die vier Gebäudetypen werden in Elementbauweise in Holzkonstruktion errichtet. Jeder MOKIB-Typ wird mehrfach gebaut. In Abstimmung mit den Bezirken werden diese für unterschiedliche Standorte entwickelt. Durch die modulare Bauweise sollen die Gebäude schnell, kostengünstig und ökologisch errichtet werden.

Auf den Baustellen entstehen durch die verkürzte Bauzeit geringere Emissionen. Die Kitas erhalten individuell gestaltete Außenanlagen. Das gesamte MOKIB-Programm umfasst bis zu 3300 Kita-Plätze.

Datum: 17. Februar 2019 Text: Redaktion Bild: SenStadtWo/karlundp