Schaubude Berlin: Dinge als Träger unserer Erinnerungen

Der polnische Künstler Ludomir Franczak feiert drei Premieren

Vom 21. bis 23. Februar veranstaltet die Schaubude Berlin, Greifswalder Straße 81-84, eine Werkschau des Objekttheatermachers Ludomir Franczak aus Lublin (Polen). Die Arbeiten des Künstlers bewegen sich zwischen bildender Kunst, Performance und Theater.

Neben seinen Produktionen, die in Kollaboration mit interdisziplinären Künstlern entstanden sind, ist er als Autor, Kurator und Kunstaktivist tätig. Sein Interesse gilt vor allem den Fragen nach Erinnerung und Identität. In der Objekttheater-Inszenierung „Odzyskane/Wiedergewonnenes“ (am 21. Februar) beschäftigt sich Franzczak mit den polnischen Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reichs und den dahinter steckenden Biografien der Menschen, die dort lebten.

In der Performance „Walden“ (am 22. Februar) nach Henry David Thoreaus gleichnamigem Werk erzählt Franczak über das isolierte Leben in der freien Natur und die Notwendigkeit, mit ihr im Einklang zu existieren. In „Erft“ (am 23. Februar), der dritten Inszenierung der Werkschau, begibt sich der Performance-Künstler auf die Suche nach seiner eigenen Vergangenheit.

„Du hast angefangen! Nein du!“ nach dem Kinderbuch von David McKee in einer Produktion von TheaterGeist für Kinder ab vier Jahren hat am 23. Februar, 15 Uhr, Premiere. Ein Objekttheater über mächtige Kerle, die streiten, wobei erst Schimpfwörter fliegen und danach Steine. Eine vergnügliche Parabel über das Streiten und die Möglichkeit des Perspektivwechsels ? erzählt mit viel Knete. Mehr Informationen online.

Datum: 18. Februar 2019 Text: Manfred Wolf Bild: M. Pietrusza