Bürgermeister zu Besuch bei den Eisbärinnen

Junges Damen-Team trainiert und spielt im Wellblechpalast des Sportforums Hohenschönhauusen.

Mitte Februar hatte das Damen-Team der Berliner Eisbären den sportbegeisterten Lichtenberger Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) zur Stippvisite eingeladen. „Viele wissen es bereits: ich liebe meinen Job. Aber es gibt Tage, da schwelge ich förmlich im Glück. Und an diesem Tag hatte ich die große Ehre das Frauenteam der Eisbären Juniors Berlin kennenzulernen.“, schwärmte Grunst. Tolle Sportlerinnen, und ehrenamtlich tätige Betreuer, Trainer und Mannschaftsleiter traf er an diesem Abend beim Kabinengespräch und am Rande der Trainingsstunde im Wellblechpalast, der Eishockeshalle im Sportforum. Das Durchschnittsalter des Teams liegt bei rund 20 Jahren – das ist sehr jung. „Bei den Damen gibt es keine echten Nachwuchsmannschaften und wir versuchen hier alle Talente ab 14 Jahren mindestens im Trainingsbetrieb unseres Bundesligateams zu integrieren“, erklärt Torsten Szyska, der Teammanager der Frauenabteilung der Eisbären Juniors Berlin. Derzeit findet sich die Mannschaft noch eher am unteren Ende der Tabelle wieder – aber das Team hat gute Perspektiven in den kommenden Jahren ganz weit vorne in der Bundesliga mit zu spielen. Die Favoriten, die es dann zu besiegen gilt, kommen aus Memmingen und aus München. Derzeit spielen die Eisbären-Ladys zwar in der Abtiegsrunde, dürfen sich aber große Hoffnungen auf einen Klassenerhalt machen. Zu deutlich ist der Leistungsvorsprung in den diesjährigen Play-Offs gegenüber der Konkurrenz.

Szyska selbst ist seit elf Jahren ehrenamtlich im Verein tätig und auch bei allen Reisen zu den Auswärtsspielen stets mit dabei. Im wöchentlichen Alltag ist er als IT-Spezialist bei der Howoge tätig. „Wenn es dann doch mal nach einem Match in Bayern erst spät in der Sonntagnacht wieder zurück nach Berlin geht, muss ich mir schon einen Tag Urlaub danach nehmen.

Die Spielerinnen selbst sind allesamt Amateure. Allein die Trikots und teilweise auch die Ausrüstung können von den Sponsorengeldern bezahlt werden. Einnahmen aus den Eintrittsgeldern fließen nur spärlich. Subventionierung durch Finanzspritzen vom Deutschen Eishockey-Bund und der Klassenlotterie helfen dem Team weiter. „Die Zuschauer kommen doch mehr aus dem Freundes- und Familienkreis“, gesteht eine der Spielerinnen etwas wehmütig. Mehr Aufmerksamkeit wünsche man sich für den Sport schon sehr, lautet der einhellige Wunsch im Team, für den der Bürgermeister gerne etwas Werbung macht. Aktuell endet die Saison der Kufen-Ladies zum März hin. Wer dennoch Gelegenheit sucht, den Sport der Damenabteilung der Eisbären Juniors kennen zu lernen, sollte auf gar keinen Fall das Städteturnier im Spätsommer verpassen, zu dem im WellblechpalastTeams aus Österreich , Ungarn und Dänemark erwartet werden.

An diesem  Wochenende finden die ersten beiden Playdownspiele des Damenteams der Eisbären Juniors der aktuellen Saison statt. Und geht es nach dem Willen der Berliner Ladys, werden es auch die einzigen beiden Spiele sein, die sie in der aktuellen Saison noch zu spielen haben. Zu Gast in Hohenschönhausen sind dann die Hannover Lady Indians, die die Vorrunde der Damen-Bundesliga abgeschlagen mit vier Punkten auf dem letzten Platz abgeschlossen haben. Die Eisbären hatten sich in dieser Saion noch bis auf den fünften Platz vorgeschoben. Nun gilt es gegen Hannover in möglichst zwei Spielen alles klar zu machen und in die Sommerpause zu gehen. Die Vorrundenheimspiele gegen Hannover waren schließlich eine klare Angelegenheit gewesen: 12:1 und 10:0 gewannen damals die Eisbären. Spielbeginn ist am Samstag um 19 Uhr und am Sonntag um 13 Uhr. „Kommt in den Welli und feuert unser Team noch einmal an. Es dürften für diese Saison die letzten Möglichkeiten sein, dies zu tun“, macht Torsten Szyska dazu Werbung in eigener Sache.

Wellblechpalast, Konrad-Wolf-Straße 39, 13055 Berlin

Datum: 22. Februar 2019, Text und Foto Stefan Bartylla