Zukunftspläne für den Schöneberger Norden

Quartiersmanagement endet im Dezember 2020 – Aktionsplan zur Verstetigung steht.

Das Quartiersmanagement Schöneberger Norden (QM) endet Ende 2020. Das QM-Team rund um Bezirkskoordinatorin Corinna Lippert hat deshalb den „Aktionsplan 2018“ erarbeitet – in enger Abstimmung mit Senat und Bezirksamt. Er stellt die Handlungsansätze des QM für die jetzt gestartete zweijährige Überleitungsphase dar. Die Herausforderungen in den Nachbarschaften und im Quartier sind weiterhin groß im von Drogenmissbrauch, Prostitution und Gewalt geprägten Kiez.

 Campus der Generationen

Als Anker der Verstetigung versteht sich der geplante Campus der Generationen. Ihm kommt laut Aktionsplan eine wesentliche Rolle als zukünftiges Stadtteilzentrum für die Region und als Verstetigungsanker wesentlicher Handlungsansätze des QM in den Bereichen Bildung, Nachbarschaft und Gesundheit zu. Der Campus umfasst im Kern drei Einrichtungen: Nachbarschafts- und Familienzentrum Kurmark, die Jugendfreizeiteinrichtung Villa Schöneberg und die Kita mit Familienzentrum „Haus der Kinder“.

Auf der Steinmetzstraße wird jährlich ein Straßenfest gefeiert.

Der Abriss des Nachbarschafts- und Familienzentrums Kurmark (Kurmärkische Straße 1/3) und Neubau mit Wohnungen in den oberen Geschossen stellen den ersten Bauabschnitt (2019 bis 2021) dar. „Der Förderantrag ist gestellt, das Konzept vom Bezirksamt befürwortet und die Baufondsmittel durch den Senat zugesagt“, heißt es in dem Aktionsplan. Der Abriss der Villa Schöneberg (Frobenstraße 27-29) und Neubau mit Wohnungen in den oberen Geschossen stellen den zweiten Bauabschnitt dar. Geplant ist die Maßnahme zwischen 2021 und 2024. Mit dem Campus sollen die Nachbarschafts- und Familienzentren langfristig gesichert werden sowie Wohnraum für Benachteiligte geschaffen werden.

Ansprechpartner im Kiez

Damit es weiterhin einen Ansprechpartner im Quartier Schöneberger Norden gibt, ist im Aktionsplan eine unbefristete Stelle spätestens ab dem 1. Januar 2020 vorgesehen. Die Person wird die Homepage des Quartiers weiterpflegen und managen, Akteure aus dem Quartier zusammenbringen und vernetzen, in Austausch mit dem Bezirksamt treten und den weiterhin bestehenden Präventionsrat verantworten.

Grün-soziales Miteinander

Durch das Quartiersmanagement seien in puncto Grün- und Erholungsflächen solide Standards etabliert worden, die es zu erhalten und auszubauen gilt. Im Jahr 2016 erhielt das Gebiet sogar eine Auszeichnung als Grün-Soziales Modellquartier der Deutschen Umwelthilfe. Das Gartennetzwerk mit dem Projekt „GartenAktiv“ soll bis 2020 weiter gestärkt werden. Es unterstützt die drei selbstverwalteten Bewohnergärten weiter bis 2020. Für den Interkulturellen Garten der Künste und den Gemeinschaftsgarten Pallasgarten hat der Bewohnerverein Pallasgärten die Verantwortung übernommen. Der FrobenGarten wurde im September 2018 eröffnet.

Datum: 23. Februar 2019, Autor: sara/red, Bilder: Sara Klinke, imago/Jürgen Ritter