Haus der Statistik wird zum Modellquartier

Das Großprojekt am Alex schafft Platz für Kultur und hunderte Wohnungen.

Die Planungsgemeinschaft „Teleinternetcafe und Treibhaus“ aus Berlin und Hamburg erstellt den städtebaulichen Entwurf für das ehemalige Haus der Statistik. Diese Entscheidung hat ein Obergutachtergremium getroffen. Drei Planungsteams hatten in den vergangenen fünf Monaten in einem offenen Werkstattverfahren mit Bürgerbeteiligung städtebauliche Entwürfe erarbeitet. Nun ist klar, wie das Großprojekt am Alex aussehen soll.

Der Gewinnerentwurf sieht unter anderem vor, dass die bestehenden Altbauten an der Alexander- und Otto-Braun-Straße mit rund 46.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche um weitere rund 66.000 Quadratmeter Neubau ergänzt werden. In der Mitte des Areals entstehen dann in den kommenden Jahren drei Höfe („Stadtzimmer“) für gemeinschaftliche Nutzung und Begegnung, gesäumt von zwei 15- und 12-geschossigen Wohnhochhäusern zur Berolinastraße, einem 16-geschossigen Büroturm an der Otto-Braun-Straße für das Rathaus Mitte und drei „Experimentierhäusern“ für wechselnde Nutzungen.

Hier sollen unter anderem Künstler und Kulturschaffende einziehen. Dachgärten und Gemeinschaftsterrassen sorgen für zusätzliches Grün in der dichten Bebauung. Hinzu kommt eine Kita sowie Platz für Cafés, Restaurants und einen alternativen Supermarkt, in dem ausschließlich lokale Produkte angeboten werden. „Ich wünsche der Koop5, dass aus den Plänen bald Realität wird. Berlin würde um ein außergewöhnliches Projekt reicher werden“, so der Jury-Vorsitzende Rudolf Scheuvens bei der Vorstellung der Entwürfe. Der Bezirk muss nun noch einen Bebauungsplan für das Areal aufstellen. Derweil hat die Schadstoffsanierung im Haus der Statistik bereits begonnen, erste
Pioniernutzungen sollen noch in diesem Jahr folgen.

Datum: 1. März 2019, Text: Redaktion, Bild: ©Teleinternetcafe-und-Treibhaus