Wann kommt der Deckel auf die A100?

Berlin-Charlottenburg: SPD-Abgeordnete fordert Verkehrsverwaltung mit Petition zu schnellem Handeln auf.

Hohe Emissionen, Lärm, Betonwüste – der Abschnitt der A100 zwischen dem Dreieck Funkturm und dem Dreieck Charlottenburg steht für alles Negative, was der motorisierte Individualverkehr mit sich bringt. Mit täglich an die 200.000 Autos, die auf der sechsspurigen Straße unterwegs sind, ist die Strecke eine der meistbefahrenen Abschnitte Deutschlands. Immer mehr Politiker und Akteure im Bezirk fordern deshalb, die Autobahn auf dem Abschnitt zwischen den Brücken Neue Kantstraße und Knobelsdorffstraße zu deckeln. „Auf diese Weise könnten wir viel neuen Platz gewinnen“, erklärt der SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz. Dieser könnte mit grünen Parkanlagen, Sportflächen und Kleingärten gefüllt werden. Die Anwohner würden zudem dauerhaft von Lärm- und Luftbelastung befreit. Mit einer aktuellen Online-Petition will die Berliner SPD-Abgeordnete Ülker Radziwill das Ganze nun beschleunigen.

Online-Petition gestartet

Unter dem Namen „Grün, Gesund, Gerecht – Deckel auf die A100!“ sucht sie nach Unterstützern für ihr Anliegen. Darin heißt es: „Die Feinstaub- und Stickoxidwerte in den angrenzenden Straßen übersteigen weit das gesetzlich Erlaubte. Das ist nicht gesund. Als Konsequenz droht ein Fahrverbot für Dieselautos auch auf dieser so zentralen Verbindung im Westen Berlins.“ Mit einem Deckel könnten die Abgase abgesaugt werden. Als Vorbild dienen ähnliche Projekte in Boston und Hamburg. Zu den ersten Unterzeichnern der Petition gehören Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD), Raed Saleh, Vorsitzender SPD-Fraktion Berlin sowie Klaus Betz vom Kiezbündnis Klausenerplatz. Wer sich der Ausschreibung anschließen möchte, kann dies noch online tun.

Datum: 6. März 2019, Text: Katja Reichgardt/Redaktion, Bild: imago/Schöning