Grimmepreis für Axel Ranisch

Regisseur aus dem Lichtenberger Fennpfuhl wird für seine Regie-Arbeit an Trash-Komödie geehrt.

Der Lichtenberger Regisseur Axel Ranisch erhält in diesem Jahr den renommierten Grimmepreis für seine Fernsehkomödie „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“. Der 2016 gedrehte Film sei „eine der vergnüglichsten TV-Komödien des Jahres, wild und schräg, rasant und skurril“, begründete die Grimmepreis-Jury ihre Entscheidung. Die Auszeichnung in der Kategorie „Fiktion“ wird Ranisch am 5. April bei der Grimme-Preis-Gala im Theater der Stadt Marl verliehen.

„Ich gratuliere Axel Ranisch herzlich – dem Filmemacher, Schauspieler, Autor und Opernregisseur. Der Preis zeigt einmal mehr, was in ihm steckt und was uns Lichtenberger ausmacht: Das Leben und die Welt mit einer ordentlichen Portion Humor zu nehmen“, freute sich Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) über diesen Erfolg. Der Inhalt des Filmes spiegelt genau diese Art von Humor auf beeindruckende Art wider: Das Eheleben der Lotzmanns ist seit vierzig Jahren eher wenig spannend und von Alltagsroutine geprägt. Alles ändert sich, als Hubert beim Staubsaugen den geliebten Wellensittich tötet und den sonst so zuverlässigen Staubsauger „Fuzzbuster 500“ ruiniert.

Das durchgeknallte Drehbuch hat Sönke Andresen (links im Bild) verfasst. Axel Ranisch zaubert aus diesen absurden Details fantastische Bilder. „Das grandiose Ensemble präsentiert mit zärtlich-komischer Weltsicht einen Themen-Clash, der von Konsumkritik, über Werte alter und junger Generationen und bis zur Suche nach Liebe reicht“, urteilte die Jury dazu. „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“ wird am 26. März um 23 Uhr, sowie am 28. März, um Mitternacht im rbb zu sehen sein. Axel Ranisch wuchs im Fennpfuhl auf und lebt bis heute noch dort Er machte 2003 Abi und studierte an der Film-Uni Babelsberg. Seine Eltern waren Leistungssportler in der DDR.

Datum: 8. März 2019, Text: Redaktion, Bild: Imago/Seeliger