Mit Spannung in die Halbfinals

Amateurteams wollen sich ins Endspiel um den Berliner Pokal kämpfen.

Mit den Partien VSG Altglienicke (Köpenick) gegen Tennis Borussia (Charlottenburg) und BFC Dynamo (Hohenschönhausen) gegen FC Viktoria 1889 (Lichterfelde) steigen am 9. und 10. April die beiden Halbfinals des Berliner Amateurpokals im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion, Cantianstraße 24. Seit Saisonbeginn läuft der Wettbewerb der 177 Teams aus allen Berliner Stadtteilen und Amateur-Ligen mit den spannenden Partien im K.O.-Modus. Und auch in diesem Jahr hatten die Underdogs aus Landesliga und der Kreisliga stets Chancen, sich gegen die Halbprofis aus der Regionalliga mit viel Kampf und auch ein wenig Glück durchzusetzen.

Die ganz großen Überraschungen sind in der aktuellen Vorschlussrunde dennoch nicht zu finden. Mit Altglienicke, Viktoria und dem BFC treten gleich drei Regionalligisten im Halbfinale an, die ihre Viertelfinal-Partien allesamt glatt für sich entscheiden konnten. Allein der Westberliner Traditions-Club Tennis Borussia (TeBe) konnte sich als Vertreter der Oberliga in die Runde der letzten vier Teams spielen.

„Der Tabellenplatz und die Ligahöhe spielen für den Pokal zu den Halbfinals aber keine besondere Rolle mehr. Auch TeBe hat als Fünftligist von Haus aus eine tolle Mannschaft und damit allerbeste Chancen, in der Partie gegen das Regionalligateam aus Altglienicke zu bestehen“, erklärte Joachim Gärtner vom Berliner Fußballverband die Ausgangssituation zur Auslosung der Partien. Tagesform und der nötige Biss dürften am Halbfinaltag allemal entscheidend sein. Dass Altglienicke und der BFC Heimrecht für ihre Partien zugelost bekommen haben, sorgt indes für ein Novum in der Geschichte des Berliner-Pokalturniers: Beide Halbfinalspiele können im Jahn-Stadion nämlich nur zeitversetzt stattfinden.

Die Sieger der beiden Partien treffen am 25. Mai am gleichen Ort beim Berliner Pokalfinale aufeinander. In diesem Match geht es dann nicht nur um die Trophäe und das Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro, der Sieger darf außerdem in der kommenden Saison am bundesweiten DFB-Pokal teilnehmen. Dann könnten die Gegner Bayern München, Borussia Dortmund oder Union Berlin heißen. Neben der sportlichen Herausforderung winken bei solchen Matches auch lukrative Einnahmen aus TV-Übertragungen.

Datum: 22. März 2019, Text: Stefan Bartylla, Bild: imago/Matthias Koch